Telemetrie:ECO-8
Drehzahl vs. Leistung
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Stand: 21.3.99

Meßwerte vom ECO:

Motor Ikarus X-250-4H,
Regler Schulze booster40
10x RC2000 Zellen.

Hier erfolgte die Messung der Leistung im Vergleich zur Drehzahl. Daraus soll die zu erwartende Flugzeit abgeschätzt werden. Die Leistung wurde aus dem gemessenen Strom mal der gemessenen Akkuspannung errechnet.

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Nach der Eingewöhnungsphase folgte ein voller Steigflug mit 13 Grad Pitch bei 1100 Upm Rotorkopfdrehzahl. Die maximale Leistungsaufnahme beträgt hier 352 Watt. Diese Leistung ist nur mit dem X-250-4H zu erreichen. (Mit dem Performancemotor kann man vielleicht 250 Watt schaffen). Der max. Pitch von 13 Grad ist also nur für den X-250-4H Motor möglich. Bei anderen Motoren muß der max. Pitch auf z.B.: 10 Grad reduziert werden um den Motor nicht zu überlasten. Dadurch steigt der Eco natürlich langsamer. Das ist ein gutes Argument für den X-250-4H, der neben seiner hohen Leistung auch sehr zuverlässig läuft (von seltenen Ausnahmen mal abgesehen). Man kann gut erkennen, daß die Rotordrehzahl auch im extremen Steigflug konstant bleibt. Das läßt darauf schließen, daß der X-250-4H noch mehr Leistungsreserven hat.

Zwischen 3:00 und 5:38 flog ich eine wilde Mischung aus Rundflug, Schweben und Herumturnen. Der Leistungsbedarf schwankt entsprechend zwischen 100 und 200 Watt.

Zwischen 5:38 und 7:26 folgte reiner ruhiger Schwebeflug. Der Eco-8 benötigt hier ca. 150 Watt.

Für den 'normalen' Flugbetrieb sind also Leistungen bis 200 Watt notwendig. Will man etwas verrückter fliegen, so sollten es mindestens 250 Watt sein wenn man einen Motor auswählt. Höhere Leistungen sind nur für extreme Flugmanöver notwendig, machen aber zugegebenerweise auch viel Spaß.

Was bedeutet das für die Motorlaufzeit ? Ein 10 Zellen Akkupack RC2000 kann ca. 24 Wh abgeben (12 Volt x 2Ah). Bei einer Leistungsaufnahme im Schwebeflug von 150 Watt bedeutet das eine theoretische Flugzeit von 9,6 Minuten (60x24/150). Im Rundflug mit durchschnittlich 135 Watt fliegt man 10,6 Minuten lang und im reinen Powerflug kann die Flugzeit leicht unter 5 Minuten sinken. Diese Flugzeiten sind in der Praxis tatsächlich ziemlich genau erreichbar (Allerdings nur wenn der Akku optimal geladen wurde).

Anhand dieser Angaben, kann man die theoretische Flugzeit berechnen. Hierzu wurde ein typischer Flug mit 3 Phasen verwendet:

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Die erste Phase war ruhiger Schwebeflug mit 1200 U/min. Sie dauert bis 1:32. Man sieht den Leistungsbedarf von ca. 155 Watt. Daraus berechnt sich die Flugzeit von ca. 9,5 Minuten (siehe blaue Linie).

Die zweite Phase beginnt um 1:32. Ich habe per Schalter die Drehzahl auf 1500 U/min erhöht. Die Umschaltung erkannt man an der kurzen Leistungsspitze. Von 1:42 bis 2:13 erfolgte dann wieder ruhiger Schwebeflug wie in Phase 1, nur eben mit hoher Drehzahl. Man erkennt deutlich den erhöhten Leistungsbedarf von ca. 170 Watt, was zu einer Flugzeit von 8,5 Minuten führt.

Die dritte Phase beginnt bei 2:23. Nach dem Zurückschalten auf 1200 U/min flog ich Rundflug. Der Leistungsbedarf wird deutlich unruhiger bedingt durch die Flugbewegungen. Durch den transversalen Auftrieb während des Vorwärtsfluges vermindert sich der leistungsbedarf auf ca. 135 Watt, was zu einer theoretischen Flugzeit von ca. 10,5 Minuten führt.

Diese Kurven zeigen deutlich die Auswirkungen des Flugstils sowie der Drehzahl auf den Leistungsverbrauch und somit auf die Flugzeit. Ähnlich wie beim Autofahren, kann der Pilot durch stromsparenden Flugstil die Flugzeit verlängern.

Es wäre denkbar eine Lampe an die Telemetrie anzuschließen, die immer dann leuchtet, wenn der Pilot zuviel Leistung verbraucht. Damit könnte man sich an einen stromsparenden Flugstil gewöhnen. Alternativ könnte man wie bei einem Variometer den Leistungsverbrauch als Ton zum Piloten senden. Entsprechende Versuche werden folgen.