Telemetrie:
Messungen am Hubschrauber
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Unter Telemetrie versteht man die Fernmessung verschiedener Betriebsparameter. Will man während des Fluges Echtzeitmessungen machen, so kommt man nicht darum herum die Messgeräte direkt im Hubi zu installieren.

Die gemessenen Daten können entweder gespeichert und nachträglich ausgewertet werden oder sie werden per Funk zum Boden gesendet und dort verarbeitet.


Welche Messungen sind bei einem Hubi interessant ?

- Motortemperatur
- Rotorkopfdrehzahl
- Flughöhe
- Geschwindigkeit
- Akkuspannung
- Stromaufnahme


Um diese Daten zu messen und auf dem PC auszuwerten, benötigt man ein Telemetriesystem. Dieses besteht aus mehreren Sensoren, welche die Messwerte in definierte Spannungspegel umsetzen. Diese Spannungen werden dann von einem Analog-Digitalwandler digitalisiert und von einem Mikroprozessor gespeichert. Sobald die Daten in einen PC übertragen wurden, können sie dargestellt und ausgewertet werden. Manche Telemetriesysteme bieten auch ein Mini-Terminal welches die Messwerte sofort anzeigen kann. Allerdings hat man damit nur begrenzte Darstellungsmöglichkeiten.

Das von mir durchgeführte Telemetrieprojekt wurde in mehreren Phasen realisiert:

  1. Versuchsreihen mit dem Conrad Telemetriesystem. Dieses System bietet bereits einfache Messmöglichkeiten, ist aber ziemlich groß und schwer, wenn man mehrere Sensoren in einem Modell unterbringen will. Dieses Projekt habe ich 1999 abgeschlossen.
  2. Von Conrad steht ein in Basic programmierbarer Microcontroller zur Verfügung: CBASIC. Durch die einfache Programmierbarkeit eignet er sich sehr gut für eigene Projekte. Daraus entstand Airtel-1, ein in Basic programmierbares System zu Messungen von Flugdaten. Aber auch dieses System war noch mit konventionellen Bauelementen aufgebaut und relativ groß und schwer, daher habe ich dieses Projekt Anfang 2000 abgeschlossen. Einige technische Details sind auf dieser Seite beschrieben, klicke hier.
  3. Die Miniaturisierung ist nur durch SMD Technik zu schaffen. Die Baugruppen des Airtel-1 Systems wurden mit Hilfe von SMD miniaturisiert. Anstelle des CBASIC Moduls kam ein Atmel Microcontroller zum Einsatz. Daraus entstand Airtel-4, eine kleine und leichte Baugruppe, welche alle benötigten Messungen durchführen konnte. Von diesem System ist eine beachtliche Zahl im erfolgreichen Einsatz. Das Projekt lief bis Mitte 2001. Einige technische Details sind auf dieser Seite beschrieben, klicke hier.
  4. Neue Technologien, wie z.B. GPS, ließen den Wunsch nach zusätzlichen Sensoren und höherer Flexibilität aufkommen. Airtel-4 ist ein starres System. Es kann seine Aufgaben gut bewältigen, ist aber kaum ausbaufähig. Um diese letzte Hürde zu nehmen, wurde Airtel-6 entwickelt. Es basiert auf der Airtel-4 Technologie, hat aber einen modularen Aufbau, einen leistungsfähigeren Microcontroller und mehr Speicher. Alle Baugruppen befinden sich auf Steckmodulen. Damit ist ein zukunftssicherer Aufbau gewährleistet und das System kann immer mit der modernsten Technik nachgerüstet werden. Zudem verfügt es erstmals über einen GPS Anschluss und kann seine Daten an ein Videomodul weitergeben. Airtel-6 ist eine eigene Seite gewidmet, klicke hier.