Diverse Tipps

Hier finden Sie in ungeordneter Reihenfolge Tipps die ich von anderen Piloten bekommen oder auf anderen Webseiten gefunden oder selbst herausgefunden habe.

 Bilder aufdrucken
 Bestimmung der Rotordrehzahl
Verdrahtung des Empfängerakkus
Bestimmung von Zahnrädern
Vorsicht: Mini - Servos
Riemenspannung
Servojustage
Kugelgelenkmontage
Madenschrauben
Alu-Servoarme
Vermessung von Rotorwellen
Sicherung des Gasgestänges
Bohren von Löchern in Tanks
Verstärkte Servoarme
Servo Dichtungsgummi


Bilder aufdrucken

Wenn man eine Zeichnung oder ein Symbol aus dem PC auf den Heli aufkleben möchte geht man wie folgt vor:

Ausdrucken auf normales Papier mit einem Laserdrucker (Tintendrucker geht nicht !)

Wasserfestes, klares Klebeband sauber über das Bild kleben.

Das ganze eine Stunde ins Wasser legen bis sich das Papier auflöst, der Toner bleibt haften.

Herausnehmen und das Papier vorsichtig abrubbeln ohne den Toner zu beschädigen.

Weil man wasserfestes Klebeband verwendet hat, kann man das fertige Bild sofort auf den Heli aufkleben.

Eine "modernere" Methode ist die Verwendung von selbstklebender Folie für Laserdrucker wie sie seit einiger Zeit bei Conrad oder Zweckform angeboten wird. Das geht natürlich nur schwarz/weiß. Allerdings gibt es in der Zwischenzeit eine Menge Copy - Shops die Computergraphiken für ein paar Mark in Farbe in Laserqualität ausdrucken können.


Bestimmung der Rotordrehzahl

Darauf bin ich rein zufällig gekommen, als ich ein Photo von dem Heli gesehen habe. Es ist nur eine grobe Abschätzung aber da die genaue Messung nicht so ganz einfach ist hilft es schon ein wenig weiter. Man kann damit auf etwa +- 100 Umdrehungen pro Minute schätzen.

Man bringt den Heli in den Flugzustand in dem man die Drehzahl feststellen möchte (z.B.: Schwebeflug)

Man fotografiert den Heli mit einer Verschlusszeit von ca. 1/60 und entsprechend der Helligkeit angepasster Blende.

Nach dem Entwickeln des Fotos (dauert ja nur einen Tag) sieht man, dass der Rotor während der 1/60 Sekunde einen bestimmten Weg zurückgelegt hat. Auf meinem Photo kann man das sehr gut sehen.

Man schätzt den Weg möglichst genau ab. Auf dem Foto könnte es ca. 1/3 des Rotorumfanges sein.
Aus der Verschlusszeit ergibt sich dann nach folgender Formel die Rotordrehzahl:
d = v * w * 60

d ... Rotordrehzahl (Umdrehungen pro Minute)
v ... Verschlusszeit des Fotoapparates (genau gesagt: 1 / Verschlusszeit)
w .. am Foto sichtbarer zurückgelegter Teil des Kreises

Beispiel:
v = 60 (bei einer Verschlusszeiteinstellung von 1/60stel Sekunde)

w = 1/3 (man sieht, dass das Rotorblatt etwa ein drittel des vollen Kreises zurückgelegt hat)

daraus ergibt sich:

d = 60 * 1/3 * 60 = 1200 Umdrehungen pro Minute


Verdrahtung des Empfängerakkus

Als ich eine kleine Platine zur Akkuüberwachung (Schulze) in den LOGO eingebaut hatte, traute ich meinen Augen nicht. Das Gerätchen misst während des Fluges, die minimal auftretende Akkuspannung. Nach nur zwei Flügen (16 Minuten) hat es bereits Alarm ausgelöst, da die Spannung zu gering war. Tatsächlich konnte ich bei voller Bewegung aller Servos einen deutlichen Rückgang der Spannung um 0,2 Volt messen.

draht.gif (4197 Byte)

Diese Bild zeigt die Verhältnisse vom Empfängerakku zum Empfängeranschluss. Die Spannungswerte habe ich bei einer Last von 2A gemessen, die etwa der Volllast bei voller Servoaktivität entspricht.

Akkukabel und Schalter haben vernachlässigbare Verluste. Große Verluste hat allerdings das Standard - Anschlusskabel von Graupner. Dieses ist sehr dünn und hat einen entsprechend hohen Widerstand. Auf den 8cm Kabel gehen ganze 0,2 V verloren ! Das kann der beste Akku nicht ausgleichen. Hier ist also Abhilfe notwendig.

Ich zerlegte also das (gekaufte) Schalterkabel und ersetze das Kabel mit einem Draht mit 0,5 qmm Stärke. Dann lötete ich eine Graupner - Buchse an und wiederholte die Messungen. Jetzt konnte ich keine nennenswerten Verluste mehr feststellen. Nach dem Einbau habe ich 45 Flugminuten absolviert und die Spannung ist immer noch voll im grünen Bereich des Schulze-Akkuwächters.


Bestimmung von Zahnrädern

Der "Modul" von Stirn-Zahnrädern ermöglicht es Zahnräder unterschiedlicher Größe mit zueinander passenden Zähnen zu fertigen. Man benötigt dieses Maß beim Einkauf von Ritzeln und anderen Getriebezahnrädern.

Zahnrad.jpg (11273 Byte) s ... Zahndicke
e ... Zahnlückenweite
ha ... Kopfhöhe
h1 ... Fußhöhe
h ... Zahnhöhe
r ... Teilkreisradius

Um den Modul eines Zahnrads zu bestimmen misst man die eingezeichneten Größen und benutzt folgende Formeln. Da die Messung evt. recht ungenau sein kann, benutzt man mehrere Formeln und ermittelt so den möglichst genauen Modul.

m =  (e+s) / pi     (pi=3.14159)
m = 2*r / z (Zähnezahl)
m = ha

Beispiel: Bestimmung des Modul des ECO Hauptzahnrades:

Mit einer einfachen Schiebelehre wurde gemessen:

e+s = 1,6 mm
d = 45 mm
z = 180
ha = kann nicht gemessen werden.

Daraus errechnet sich:
m = (e+s)/pi = 0,509
m = 2*r/z = 0,5

das Modul ist also 0,5


Vorsicht: Mini - Servos

Fast 2 Monate habe ich gerätselt warum ein Eco so unstabil fliegt und eine starke Neigung zum Aufbäumen hatte. Die Ursache war ein Fehler in einem Servo C-341 von Graupner, ein Fehler der aber auch in jedem Servo anderer Hersteller auftreten kann.

Das C-341 ist ein Mini-Servo. Die Platine ist schwimmend gelagert und mit kurzen Drähten mit dem Motor verbunden. Soweit ist das Servos sehr gut für Hubis geeignet. Absolut ungeeignet sind Servos bei denen der Motor direkt auf die Platine gelötet ist. Durch Vibrationen löst sich die Lötstelle nach längerer Betriebszeit und der Absturz ist vorprogrammiert (z.B.: die billigen C507 Servos sind so aufgebaut).

Der Motor treibt über ein mehrstufiges Getriebe den Servoarm an. Dieser sitzt auf einer Achse welche direkt in einem Potentiometer steckt, welches die Position an die Elektronik meldet. Durch die direkte Verbindung zwischen Servoarm und Poti bekommt dieses alle Kräfte und Vibrationen des Servoarms ab. Beim Hubschrauber treten ganz erhebliche Kräfte an der Taumelscheibe auf, die der Servoarm vertragen muss.

Im Normalfall geht das ganz gut. Nur bei einem meiner C-341 hatte der Hersteller an Klebstoff gespart. Das Poti ist in eine passende Mulde geklebt. Durch die geringe Klebstoffmenge hatte sich das Poti losgerüttelt und lag nun lose im Gehäuse herum. Nun ist in diesem Gehäuse nicht viel Platz wodurch das Poti trotzdem einigermaßen in Position blieb. Trotzdem war der Servoweg nun nicht mehr gleichmäßig. Der Servoarm bewegte sich ruckartig, allerdings nur unter Last. Das war der Grund, warum sich die Probleme nur im Flugbetrieb zeigten.

Um diese Probleme in Zukunft zu vermeiden werde ich folgende Maßnahmen treffen:

* regelmäßig den Gleichlauf des Servoarms unter Last prüfen (mit den Fingern bremsen).
* Servos mit Kugellagern verwenden
* Servos mit schwimmend aufgehängter Platine verwenden.
* Nach größeren Crashs die Servos zerlegen und genau prüfen.


Riemenspannung

In den Bauanleitungen steht, dass man den Zahnriemen so spannen solle, dass er sich mit dem Finger ca. 5mm durchdrücken lässt. Die Frage ist nur, wie fest soll man drücken ? Ich spreche hier vom Zahnriemen des ECO-8 der den Heckrotor antreibt. Die Riemenspannung ist jedoch von entscheidender Bedeutung für die Flugzeit. Alle schönen Tuningmaßnahmen bringen nichts wenn der Riemen falsch gespannt ist und viel Kraft verbraucht.

Ich verwende folgende Methode zur Einstellung:

Das Motorritzel wird entfernt damit der Motor keinen Kontakt mehr zum Hauptzahnrad hat. Außerdem wird der komplette Rotorkopf entfernt. Nur mehr die Rotorwelle bleibt montiert. Nun dreht man mit der Hand die Rotorwelle. Dadurch dreht sich auch der Heckrotor mit. Man kann fühlen, wie viel Kraft der Heckantrieb benötigt. Nun lockert man das Heckrohr und verändert die Riemenspannung. Man kann den Unterschied deutlich fühlen. Ein zu straff gespannter Riemen benötigt sehr viel Kraft. Es sieht so aus, als ob der Riemen sehr locker gespannt werden müsste um wenig Kraft zu verbrauchen. Die vom Hersteller empfohlene 5mm-Regel gilt offensichtlich bei nur leichtem Fingerdruck auf den Riemen. Ich spanne ihn dann noch ganz wenig mehr um auf der sicheren Seite zu sein. Eines ist klar, früher hatte ich den Riemen viel zu straff gespannt und damit viel wertvolle Energie verloren.


Servojustage

Die älteren Modellbauer wissen vielleicht schon wie das geht, viele Newcomer interessieren sich aber sicher für diesen Tipp:

Beim Hubi muss man die Gestänge genau im rechten Winkel haben wenn der Steuerknüppel auf der Schwebeflugposition steht (oder auf 0 Pitch bei 3D Einstellungen). Dummerweise weigern sich die Servos oft das zu tun. Wenn man den Servohebel aufsteckt, so ist er entweder ein kleines Stück zu hoch oder zu tief, aber er will einfach nicht in die Mitte.

Um dieses Problem zu lösen, haben Graupner Servos (bei anderen Herstellern weiß ich es nicht) 21 Zähne am Antrieb. Durch diese ungerade Zahl ist die Position eines Servohebels nicht symmetrisch wenn man ihn um 180 Grad verdreht aufsteckt. Bei den Servohebeln mit 4 Armen kann man sogar zwischen 4 verschiedenen Positionen wählen. Durch diesen Trick kann man durch Auswahl des richtigen Servohebels ziemlich genau auf die gewünschte Position kommen.


Kugelgelenkmontage

Auf den Servohebeln sind die Kugeln der Kugelgelenke montiert. Wenn man die Kugelpfannen herunternehmen will, so benutzt man dazu in der Regel eine Kugelgelenkzange.

Ist nun der Abstand zwischen Servohebel und Kugel zu gering, so kann man die Zange nur schwer unter die Kugelpfanne schieben und zerkratzt oder beschädigt dabei oft den Kunststoff der Kugelpfanne. Um das zu verhindern, legt man eine oder mehrere Beilagscheiben zwischen Kugel und Servohebel. Damit verteilt man zum einen den Druck auf den Servohebel besser und außerdem erhält man mehr Abstand um die Kugelgelenkzange leichter ansetzen zu können.


Madenschrauben

Nach längerem Kampf mit einem Zahnrad auf einem bürstenlosen Motor in unserem Modellbaugeschäft entstand der folgende Tipp:

Madenschrauben werden oft zur Befestigung von Zahnrädern auf Wellen benutzt. Dabei ist es sehr wichtig, dass diese Befestigung dauerhaft und stabil ist. Aus diesem Grund sind die Wellen im Bereich der Schraube meist angeschliffen um einen besseren und verdrehsicheren Halt zu ermöglichen.

Trotzdem ist es wünschenswert zusätzlich Schraubensicherungslack zu verwenden um die Madenschraube dauerhaft zu sichern.
Aber VORSICHT ! Wenn Schraubensicherungslack zwischen Welle und Zahnrad kommt, so klebt dieses so fest, dass man es praktisch nie mehr herunterbringt (außer durch Erhitzen, was aber nicht immer möglich ist).

Wie kann man nun die Madenschraube sichern, ohne dass Schraubensicherungslack zwischen Welle und Zahnrad läuft ?

Lösung: Man nimmt ein Stückchen Papier und gibt darauf einen Tropfen Schraubensicherungslack. Dann steckt man die Madenschraube auf den Inbusschlüssel und taucht nur das obere Ende der Madenschraube etwas in den Schraubensicherungslack ein. Das untere Ende (welches mit der Welle in Berührung kommt muss vollkommen trocken bleiben !). So schraubt man die Madenschraube ein. Das hält bombenfest und ist bei Bedarf wieder lösbar.


Alu Servoarme

Vorsicht, Alu-Servoarme !

Manche Hubi-Piloten bevorzugen Alu-Servoarme, da sie einfach unschlagbar gut aussehen. Außerdem biegen sie sich kaum und garantieren dadurch eine steife und direkte Anlenkung.

Vor dem Einsatz dieser Servohebel muss man sich aber auch über die Nachteile im klaren sein !

Servogetriebe sind normalerweise sehr robust und stecken schon mal kräftige Schläge weg. Oft kann man beobachten, wie harte Crashs zum Abbrechen von Plastik-Servohebeln führen, das Getriebe aber heil bleibt. Die Elastizität der Plastik-Servohebel schützt bis zu einem gewissen Grad das Getriebe. Ganz anders bei Alu-Servohebeln. Diese geben keinen Zehntelmillimeter nach. Die volle Kraft wird direkt auf das Getriebe übertragen. Aus diesem Grund muss man dem Servogetriebe dann auch viel mehr Aufmerksamkeit schenken.

Setzt man Aluhebel ein, so wird das Servogetriebe bei einem Crash in der Regel so stark beschädigt, dass ein Austausch unumgänglich ist. Aber Vorsicht ! Oft sieht man es den Zahnrädern optisch nicht an, dass sie feine Haarrisse haben ! Das zeigt sich erst, wenn sie unter Belastung laufen. Die Getriebe müssen also auch ausgetauscht werden, wenn man bei der optischen Kontrolle keinen Zahnausfall sehen kann. Will man diese Mehrkosten nicht grundsätzlich tragen, so sollte man vom Einsatz der Aluhebel Abstand nehmen und lieber die sichereren originalen Plastikhebel verwenden.


Verstärkte Servoarme

servoarm1.jpg (5787 Byte) Wenn man mit offenen Augen über die Modellflugplätze geht, so findet man oft erstaunlich simple aber effektive Lösungen. Nachdem ich im vorhergehenden Absatz Aluhebel eher kritisch bewertet habe, so benötigt man trotzdem oftmals eine steifere Anlenkung als sie mit Standard-Servoarmen machbar wäre. Man könnte verstärkte Ausführungen mit hohem Glasfaseranteil kaufen, was aber ebenfalls nicht ganz billig ist.

Bei unserem Hubi-Piloten Günter, habe ich folgende Lösung gesehen: wie im Bild gezeigt, schraubt er einfach zwei normale Servoarme Rücken an Rücken und erhält so die doppelte Steifigkeit. Das war interessant, da mein X-Treme sowieso sehr schwammig auf Roll war, was vor allem durch die benutzten schwarzen Abstandsröhrchen kommt, welche einen zusätzlichen Hebel für den Servoarm darstellen und diesen verwinden.

servoarm2.jpg (11569 Byte) Aus diesem Grund habe ich die Doppel-Servoarm Lösung im X-Treme ausprobiert. Die Kosten sind minimal, aber das Ergebnis ist wirklich verblüffend. Der X-Treme fliegt jetzt deutlich stabiler auf Roll. 

Man benötigt dazu einen zweiten Servoarm und für die Montage am Servo eine etwas längere Blechtreibschraube. Die beiden Servoarme werden beidseitig verschraubt und stellen damit eine stabile aber dennoch ausreichend flexible Lösung dar, welche das Getriebe weit weniger belastet wie ein Servoarm aus Alu.


Vermessung von Rotorwellen

Dieser Trick stammt nicht von mir, ich habe ihn irgendwo im Internet gelesen, weiß aber nicht mehr wo.

Er ist so genial, weil er extrem einfach zu realisieren ist und trotzdem sehr präzise Ergebnisse bringt. Nach einem Crash oder einer misslungenen Autorotation muss man oft die Rotorwelle auf einen Schlag prüfen. Eine leicht geknickte Rotorwelle würde sofort starke Vibrationen erzeugen und muss gewechselt werden.

Normalerweise baut man dazu die Rotorwelle aus und hält sie mit einem Stahllineal oder einer Schiebelehre gegen das Licht. Eine mühsame Methode, vor allem weil der Ausbau bei manchen Hubis recht komplex ist.

Profis verwenden eine Messuhr. Diese wird auf einem Stativ neben den Hubi gestellt und die Rotorwelle durchgedreht. Auf der Messuhr lassen sich Unwuchten von kleiner 1/10mm ablesen. Diese Methode hat leider den Nachteil, dass Stativ und Hubi unverrückbar fest miteinander verbunden sein müssen, was nicht ganz einfach zu realisieren ist.

Was ist nun fast so genau wie eine Messuhr ? Man sollte es nicht glauben, aber das Auge ist es. Zumindest mit dem richtigen Hilfsmittel, und das ist einfach hergestellt.

rotorwelle2.jpg (18409 Byte) Für diese Methode braucht man nur einen festen Draht, wie er in Installationskabeln enthalten ist. Diesen Draht schlingt man fest um das Chassis des Hubis. Hier im Bild ein Eco-8, bei dem der weiße Draht fest mit der Domplatte verbunden ist. Man schlingt ihn durch und zurrt ihn mit der Zange fest. Wackeln darf nichts.
rotorwelle1.jpg (6165 Byte) Ein Ende des Drahtes biegt man nun in Richtung der Spitze der Rotorwelle. Man biegt ihn so, dass gerade noch ein winziger Luftspalt dazwischen ist. Durch diesen Luftspalt kann man eine Lampe oder bei Tag zu einem Fenster sehen. Obwohl der Luftspalt sehr klein ist, kann man ihn dank des Lichtes deutlich erkennen.

Jetzt dreht man mit der Hand die Rotorwelle einmal herum. Während dieser Umdrehung ist selbst der kleinste Schlag der Welle noch deutlich am sich ändernden Luftspalt zu erkennen.

Das schöne an dieser Methode ist, dass sie nichts kostet, schnell zu machen ist und präzise ist.


Sicherung des Gasgestänges

In letzter Zeit sind öfters folgende Berichte zu hören:
"Das Gasgestänge versagte und der Motor lief auf Vollgas. Um ihn abzustellen, landete ich und robbte unter den Heli um den Auspuff zuzuhalten".
Das ist völliger Wahnsinn !!!
Es ist wirklich unglaublich, auf welche haarstäubenden Ideen manche Leute kommen.

Eine typische Schwachstelle beim Gasgestänge von Verbrenner-Hubis ist die Kugelkopfanlenkung am Vergaser. Öl und Schmutz scheuert an Kugel und Kugelpfanne und es besteht die Möglichkeit des Abspringens des Kugelgelenks. Vor allem bei Sky-Fox Mechaniken ist aufgrund der Einbaulage des Motors mit viel Öl und Schmutz und damit Verschleiß des Kugelgelenks zu rechnen.

gas.jpg (18228 Byte) Dieses Bild zeigt, wie man das Abspringen sicher verhindern kann (hier am Beispiel eines Vario Sky-Dragon).

Dem Schraubenkopf ist eine Unterlegscheibe beigelegt, welche einen größeren Durchmesser hat als das Loch in der Kugelpfanne (also z.B. ca. 6mm). Damit das Kugelgelenk nicht blockiert wird, muss ein Abstand zur Scheibe eingehalten werden. Das habe ich durch Beilegen einer weiteren Kugel gemacht.

Sollte die Kugelpfanne einmal soweit ausleiern, dass sie von der Kugel abspringt, so kommt sie nicht weit. Spätestens bei der Scheibe ist Schluss und der Motor lässt sich sicher abstellen. Bei der üblichen Nachflugkontrolle wird man das feststellen und die Kugelpfanne ersetzen.

Eine weitere Schwachstelle könnte die Befestigung des Vergaser-Anlenkhebels am Drosselküken sein. Beim Webra 50 (Bild) wird dieser durch eine Madenschraube befestigt. Hier muss unbedingt ausreichend Schraubensicherungslack verwendet werden !

Übrigens: die einzige Methode um einen auf Vollgas laufenden Motor bei defekter Gassteuerung abzustellen ist: Leerfliegen des Tanks. Solange Rundflug oder Schwebeflug machen, bis er leer ist. Dabei nur in ausreichend Sicherheitsabstand schweben und nicht auf Höhe von Personen. Es ist äußerst unwahrscheinlich, dass der Hubschrauber aufgrund der hohen Drehzahl defekt wird. Keinesfalls darf man Landen und den Hubi mit negativ Pitch auf den Boden pressen, da der Rotorkopf das nicht lange aushält.


Bohren von Löchern in Tanks

Dieser Tipp stammt aus der Bauanleitung des Robbe Millennium 60. Er funktioniert so gut, dass man ihn unbedingt wissen muss:

bohrer1.jpg (16059 Byte) Wenn man ein Loch in einen Kunststofftank bohren will, so gibt es immer ein Problem mit den Kunststoff-Spänen. Sie fallen in den Tank und können zu unliebsamen Überraschungen führen wenn die Spritzufuhr verstopft wird. Zudem sieht man diese kleinen Kunststoffspäne kaum. Dieser Trick benutzt zum Bohren des Loches ein passendes Messingrohr. Dieses wird mit einem größeren Bohrer so angesenkt, dass eine scharfe Kante entsteht.
bohrer2.jpg (11766 Byte) Mit diesem scharfkantigen Rohrende bohrt man nun per Hand vorsichtig das Loch in den Kunststofftank. Dadurch bleibt nur mehr ein Stück Kunststoff übrig, welches im Rohr verbleibt. So erhält man saubere Bohrungen ohne jedem Kunststoffkrümel.

Servo Dichtungsgummi

servogummi.jpg (20958 Byte) Muss man ein Servo öffnen, z.B. wegen Austausch des Getriebes, so sieht man zwei hauchdünne Dichtungsgummis, welche den oberen und unteren Gehäusedeckel zum Gehäuse hin abdichten.

Oft passiert es dann, dass diese Gummis heruntergehen. Das Aufziehen der Gummis in die kleine Rille ist nur etwas für geduldige, ruhige und kleine Finger.

Irgendwann ist mir eine sehr hilfreiche Lösung eingefallen. Wie im Bild zu sehen, streift man den Gummiring ganz über das Gehäuse. Dann setzt man Ober- und/oder Unterteil auf und schraubt die vier Schrauben nur ganz leicht fest. Dabei entsteht eine deutliche Rille zwischen Gehäusemittelteil und Ober/Unterteil. Den Gummiring streift man dann in diese Rille, fertig. Geht ganz leicht und ohne Fingerakrobatik. Übrigens zieht man die vier Schrauben nur leicht handfest damit man die Gummidichtringe nicht zerquetscht.