Three-Dee-NT  
Tuning

Viel gibt es am 3D-NT sicher nicht zu tunen, da er bereits so gut wie alle Tuningmöglichkeiten in der Standardversion enthält. Trotzdem werden wir Hubipiloten nicht müde uns immer wieder neue Dinge einfallen zu lassen. Sobald etwas nützliches verfügbar ist, stelle ich es hier vor:

Getriebe-Tuning:

Dies ist eigentlich keine Tuningmaßnahme, sondern einen Notwendigkeit bei den 3D-NT der zweiten Serie, da hier bei vielen Piloten ein Fehler im Getriebe aufgetreten ist:

Nach nur wenigen Stunden Flugzeit, zeigte der Antriebsriemen deutliche Abriebsspuren an den Kanten mit teilweisem Austritt von Metallfäden. Diese schliffen das Chassis und besonders den Tank ab. Wie inzwischen bekannt sein dürfte, kommt das vom Verbiegen des großen Delrin-Tellerrades bei höheren Temperaturen und Belastungen. Als Abhilfe baut der Hersteller ein Rad aus Aluminium mit einer CFK-Halterung.

rad2.jpg (23405 Byte) Dieses Bild zeigt das neue Antriebsrad. Der Ausbau des alten Rades ist nach Lösen der unteren Rotorwellenschraube sowie Hochklappen der RC-Halterung schnell gemacht.
rcklapp.jpg (31333 Byte) Dieses Bild zeigt, wie man die R/C Halterung hochklappt um an alle Teile bequem heranzukommen und das große Rad herausziehen zu können.
rad3.jpg (15180 Byte) Dieses Teil enthält den Freilauf. Es wird mit vier Schrauben auf das Tellerrad geschraubt. Danach werden alle Teile wieder eingefädelt und die Rotorwelle durchgesteckt. Danach drehte ich probeweise das Tellerrad und musst einen Höhenschlag von fast 0,5 mm feststellen. Da das nicht gutgehen kann, demontierte ich die Einheit nochmals um sie auf Schmutz zu prüfen die zwischen CFK und Aluteil eingeklemmt sein könnten.

Schmutz entdeckte ich keinen, jedoch waren leichte Grate auf den Bohrlöchern (siehe Bild, die blauen Linien zeigen darauf). Beim Delrinrad war das scheinbar egal, weil sie sich in den Kunststoff gepresst hatten, das CFK ist doch deutlich unnachgiebiger. Nach dem Entgraten mit einem 6mm Bohrer und neuerlichem Zusammenbau läuft das Rad nun ohne jeden Schlag einwandfrei.

Lüfterschacht:

Der originale Lüfterschacht besteht aus einer Kunststoffdose aus sehr dünnem Material. Zudem ist dieses nicht im entferntesten temperaturbeständig, es verbiegt sich schon bei weit unter 100 Grad. Dass so etwas nicht lange hält war vorauszusehen.

In der Nähe des Zylinderkopfs hat sich das Material leicht gewellt. Oben, bei der Verschraubung, ist es nach wenigen Flugstunden eingerissen.

Um diese Sache dauerhaft zu lösen, habe ich den Lüfterschacht kurzerhand mit einer Lage GFK Gewebe laminiert.

luefterschacht1.jpg (19593 Byte) Ich bin zwar alles andere als ein Laminier-Künstler, sodass das Ergebnis eher "technisch funktionell" und weniger "schön" aussieht, aber schließlich ist es ja unter der Haube versteckt und die Optik nicht ganz so wichtig. Jedenfalls hält es jetzt und man muss keine Angst vor dem Abfallen des Lüfterschachts mehr haben.