Sonderanwendungen mit dem 
ACROBAT - 10

Durch den präzisen Aufbau des Chassis und die kräftige Motorisierung kann man mit dem Acrobat-10 auch Dinge machen, bei denen man beim Eco-8 schon Angst haben müsste, dass er auseinander fällt. Die mögliche Zusatzlast erlaubt einige interessante Anwendungen.


Videos mit dem Acrobat:

acrovideo.jpg (21145 Byte) Eigentlich habe ich die neue Videokamera mit 2,4 GHz Sender für einen Verbrennerhubi gebaut, hat sie doch gute 350g.  Dafür ist sie mit einem leistungsstarken 200 mW Sender ausgerüstet und verspricht damit noch bessere Bildqualität. Das Bild zeigt, wie die Kamera am Akku mit Kabelbindern befestigt ist.

Die genial konstruierten Kufenbügel, welche nur aus einem CFK Streifen bestehen, werden es mir erlauben ein höheres Kufengestell anzufertigen, welches noch mehr Bodenfreiheit für die Antenne bringt. Aber es geht auch so. Die gesamte Konstruktion wiegt 2100g, schon ein stolzes Gewicht für den kleinen Hubi. Trotzdem bleiben die Flugleistungen einwandfrei. Das ist mit Sicherheit dem kräftigen Motor zu verdanken, der auch bei dieser Last die Drehzahl von 1550 U/min konstant hält, sowie dem stabilen Chassis, das keinerlei Neigung zu Vibrationen hat, was übrigens auch der Bildqualität zugute kommt. So war ganz normales Fliegen möglich. Einige Turns und Sturzflüge sehen am Video ziemlich spektakulär aus. Wenn man aus 100m senkrecht hinunter stürzt und ihn knapp über dem Boden abfängt so wirkt das sogar am Fernsehbildschirm spannend ! Was mich sehr gewundert hat ist, dass der Acrobat-10 trotz des hohen Gesamtgewichts immer noch kunstflugtauglich ist. Videos mit entsprechenden Kunstflugaufnahmen werden sicher folgen.

Crashtest mit dem Acrobat:

Es war nur eine Frage der Zeit, bis es passieren würde. Schließlich ist der Acrobat-10 ja eine elektrische 3D Rennmaschine, und da kracht es schon mal ab und zu. Eine gute Gelegenheit, die Crash-Festigkeit des Chassis zu prüfen. Am 1.7.2001 war es endlich soweit ! Nach drei entleerten Akkupacks mit dem vollen Programm, war der Motor wie gewohnt nur mäßig heiß, und das bei fast 30 Grad im Schatten. Also sollte noch eine vierte Akkuladung durchgezogen werden.

Gesagt getan, die 12x RC2000 waren geladen, der Hubi flugbereit und raus gings auf den Startplatz. Nach zwei großzügigen Runden zur Eingewöhnung, eine halbe Rolle und weiter im Rückenflug. In ca. 10m Höhe leitete ich eine Rechtkurve ein um wieder zu mir zurückzufliegen. Der Acrobat flog immer tiefer und tiefer. Ich drückte den Nickknüppel bis zum Anschlag, nichts... das Ding wollte einfach nicht auf Höhe kommen. Bruchteile von Sekunden später bohrte sich der Acrobat-10 in den trockenen Boden eines Weizenfeldes.

Um es gleich vorwegzunehmen, der Acrobat hatte keine Schuld, der Pilot zum Glück auch nicht. Grund war ein Ausfall des Nickservos. Ich hatte die schnelleren Futaba S3101 im Einsatz. Leider sind diese Servos der Belastung des 3D Fliegens nicht gewachsen. Die Graupner C341 sind besser, oder die Hitec 85BB sind vielleicht optimal.

Der Crash war ziemlich heftig, in Gedanken an meinen Eco-8 sah ich im Geiste ein Häufchen Alu- und CFK-Brösel am Boden als ich den Hubi holen ging. Das tatsächliche Schadensbild war eindeutig: Alle Teile, die zum Acrobat-10 gehörten, waren völlig unbeschädigt !!! Das komplette Chassis, Getriebe, Heckrotor alles einwandfrei in Ordnung. Erwischt hatte es den Eco-8 Rotorkopf und das Heckrohr war natürlich verbogen. Das beweist, dass die Kosten für die Aufrüstung des ECO-8 zum Acrobat sehr gut angelegtes Geld sind. Schon nach ein oder zwei "Unfällen" hat man durch nicht benötigte Ersatzteilkosten den Preis eingegespart.

Auffallend war auch, dass das Hauptzahnrad vollkommen perfekt in Ordnung war, obwohl der Hubi mit drehendem Rotor eingeschlagen ist. Beim Eco-8 wäre Zahnausfall am großen Tellerrad normal gewesen. Das Getriebe des Acrobat ist hingegen so stabil, dass es die Befestigungsschraube des Rotorkopfs abgeschert hatte und sich die Welle frei drehen konnte. Hier zeigt sich die richtige Dimensionierung des Getriebes.

Ich hatte bisher noch keinen Hubi gehabt, der beim Einschlag aus dem schnellen Rückenflug in trockenen Erdboden nicht völlig zerbröselt gewesen wäre. Das Chassis des Acrobat-10 hat jedenfalls seine "Taufe" bestanden.

Die Reparatur gestaltete sich entsprechend einfach:

nach ca. 3 Stunden war der Acrobat-10 wieder flugbereit und der Pilot gönnte sich ein kühles Bier.