ACROBAT-10

der Aufbau

Der folgende Praxisbericht beschreibt einzelne Komponenten und deren Aufbau:

Der Acrobat-10 Bausatz besteht aus dem kompletten CFK/Alu- Chassis inklusive Getriebe, dem Heckrohr mit Riemen und Alu-Heckansteuerung. Zur Komplettierung werden noch der Heckrotor und der Hauptrotor von einem Eco-8 benötigt. 

Für den Eco-8 Hauptrotor habe ich den Tuningbausatz von flyheli verwendet um ihn der höheren Leistung des 3D Fliegens anzupassen. Außerdem wird mit diesem Bausatz der Pitchbereich für 3D erweitert. Alternativ steht natürlich der teurere Ikarus Alu-Rotorkopf zur Verfügung, der aber auch kleiner Modifikationen bedarf um den vollen 3D-Pitchbereich durchlaufen zu können.

Alle anderen Teile sind im Acrobat-10 Bausatz enthalten, wie der folgende Bericht zeigt:

batthalter.jpg (23782 Byte) Bei 3D Übungen crasht es häufig. Dumm, aber dennoch ist diese Aussage mehr als wahr ! Zu den sehr teuren Originalteilen des Eco-8 zählen die Kufenbügel, welche leider fast immer kaputt gehen. Aus diesem Grund wurde hier zuerst die Fräsmaschine angesetzt. Der Kufenbügel des Acrobat-10 besteht aus einem Alu-Akkuhalter, der mit dünnen CFK Streifen mit den Kufenrohren verbunden ist. Im Falle eines Crashs, brechen diese CFK Streifen und können für ein paar Pfennige leicht ersetzt werden. Die Aluhalterungen haben bisher jedem auch noch so heftigen Absturz stand gehalten.
batthalter1.jpg (33392 Byte) Dieses Bild zeigt, wie der Akkupack in die Halterung eingeschoben ist. Die Halterung ist dabei so bemessen, dass keine weitere Befestigung notwendig ist. Der Akkupack klemmt in der Halterung ausreichend fest, auch für wilde 3D Manöver.
Für sicheren Kunstflug ist ein stabiles Heck Grundvoraussetzung. Auch geübte Piloten können schon mal ins Schwitzen kommen, wenn der Hubi in Rückenlage ungewollte Pirouetten dreht. Aus diesem Grund hat der Acrobat-10 verschiedene Maßnahmen zur Stabilisierung des Hecks vorgesehen:
heckrotor.jpg (23456 Byte) Da vorzugsweise der neue und hochpräzise GY401 Kreisel zum Einsatz kommt, ist ein spielfreies Heck extrem wichtig. Die ganze Halterung des Hecks ist beim Acrobat aus einem Stück Aluminium gefräst. Darin befindet sich ein Alu-Zahnriemenrad und der Standard-Eco-Heckrotor. Die Anlenkung ist als kugelgelagerter Alu-Hebel ausgeführt und absolut spielfrei.
antrieb_oben.jpg (28458 Byte) Der Heckrotor wird direkt vom Motor angetrieben. Da der eingesetzte 8-pol Motor eine relativ niedrige Drehzahl hat, wird keine Übersetzung benötigt, er läuft 1:1 mit dem Motor. Dadurch ist er etwas schneller als der Eco-8 Heckrotor und hält das Heck stabiler fest. Als Heckrotorservo kann jedes schnelle Servo verwendet werden, der Acrobat-10 hat aber auch eine Befestigungsmöglichkeit für das zum GY401 gehörende S9253 Servo. Dieses ist zwar etwas groß für den kleinen Hubi, hält das Heck aber unschlagbar präzise in Position. Das etwas höhere Gewicht spielt keine Rolle, da der Acrobat-10 relativ leicht ist. 
Der Antrieb ist das Herz eines jeden E-Helis. Für ultimativen 3D Einsatz kommt ein Actro-Außenläufer zum Einsatz. Der Acrobat-10 ist speziell für diesen Motor gebaut. Da ein Außenläufer eine spezielle Befestigung benötigt sind im Acrobat geeignete Halteplatten vorgesehen. Der Actro Motor treibt über ein einstufiges Getriebe direkt die Rotorwelle an.
antrieb_gross.jpg (39148 Byte) Die Rotorwelle hat 6mm und ist damit für alle handelsüblichen Rotorköpfe von kleinen E-Hubis geeignet. Als Freilauf hat sich ein 6mm Typ als zu schwach für 3D Flug herausgestellt. Daher benutzt der Acrobat-10 einen kräftigen 8mm Freilauf mit einer Distanzbuchse. Das Hauptzahnrad ist ein preisgünstiges handelsübliches Zahnrad von Mädler, und ist so gut dimensioniert, dass es bisher alle Crashs schadlos überstanden hat (was beim Eco-8 Zahnrad fast nie klappt: Zahnausfall). Der Actro Außenläufer hat auch den Vorteil, dass das drehende Gehäuse über verschiedene Bohrungen wie ein kleiner Lüfter wirkt und so die Wicklung im Betrieb zusätzlich kühlt. Alles in allem, der ideale Antrieb für einen Power-Heli.
Die folgenden zwei Bilder zeigen die Montage der elektronischen Komponenten:
linkeseite.jpg (43640 Byte) Auf der linken Seite befindet sich hinten das große Heckrotorservo S9253. Darauf habe ich mit Gyro-Klebeband direkt den GY401 geklebt. Das Servo für die Taumelscheibe (hier ein S3101) wird mit zwei Alubolzen am Chassis befestigt. Eigentlich ist es für eine 120 Grad Anlenkung vorgesehen, aber wie man im Bild sieht, lässt sich genauso gut eine 90 Grad Anlenkung realisieren.

Ein raffinierter Trick des Acrobat: Das Gestänge des Nickservos läuft in einer Kunststoffnut. Dadurch entfällt die sonst übliche Taumelscheibenführung (wieder ein Teil weniger, das bei einem Crash kaputt gehen kann).

rechteseite.jpg (46983 Byte) Auf der rechten Chassis-Seite sieht man den Empfänger, der hinter dem Nickservo montiert wird. Damit ist er optimal weit vom Motor und Regler entfernt.
Auf den Bildern sieht man sehr schön, dass das Chassis natürlich in Voll-CFK ausgeführt ist. Irgendwelche billigen Plastikteile vermisst man gerne, alles besteht aus CFK und Aluminium (ausgenommen der Nickgestänge-Führung).
entstoer1.jpg (33811 Byte) Hier zwei Bilder zur Entstörung: Um unliebsame Überraschungen gleich von vornherein im Keim zu ersticken, habe ich zwei Entstörmaßnahmen vorgesehen. Links im Bild erkennt man, dass das Steuerkabel vom Empfänger zum Regler mehrfach durch einen Ringkern geschleift ist und das ganze sauber mit Schrumpfschlauch fixiert wurde. Damit werden Störungen vom Regler abgeblockt.
entstoer2.jpg (31131 Byte) Zusätzlich habe ich die Versorgungsleitung vom BEC ebenfalls mit einem großzügig dimensionierten Ringkern abgesichert.
hoehenruder.jpg (29958 Byte) Ein kleines Highlight ist auch der Alu-Höhenleitwerkshalter, der sehr sauber ausgeführt ist und auch dem Auge etwas zu bieten hat. Übrigens sind CFK Seitenleitwerk und CFK Höhenleitwerk im Bausatz bereits enthalten.
bec_regler.jpg (44984 Byte) Der Motor-Regler sowie das BEC ist vorne am Chassis mit Kabelbindern montiert. Wegen des höheren Stromverbrauchs der schnellen Servos muss ein BEC mit mindestens 5A zum Einsatz kommen, da sonst die Stellgeschwindigkeit und die Präzision des Heckservos eingeschränkt wird. Dazu eignet sich zum Beispiel das 5A-BEC von Flyheli sehr gut (siehe Bild). Durch die großzügige Kühlung sind auch bei heftigen Servobewegungen keine Temperaturprobleme zu erwarten.
cfkhaube.jpg (16483 Byte) Übrigens, wer nicht nur einen 3D Kampf-Heli haben will, sondern auch auf ein perfektes und sauberes Äußeres wert legt, dem sei noch die CFK-Haube von Günter empfohlen, die alle paar Wochen in ebay zur Versteigerung angeboten wird. Mit diesen Komponenten ausgerüstet, besitzt man mit dem Acrobat-10 ein kleines Schmuckstück, das zudem auch noch absolut 3D tauglich ist.

Die einzelnen Komponenten sind bei folgenden Adressen zu bekommen:

Acrobat-10 Bausatz: Fa. Plöchinger, E-Heli Tuning
High-Power BEC: /el_bec.htm
Rotorkopf Tuning: supertuning.htm