ERGO 50, die Fertigstellung
Aufbau eines gebrauchten Hubis

 

Zur endgültigen Fertigstellung waren noch Tank, Rotorkopf und Elektronik einzubauen.

Der Originaltank der Ergo Serie ist nicht das Plastik wert aus dem er gemacht ist. Eine typische Fehlkonstruktion: er ist zu klein, die Schläuche sind so knapp an der Mechanik, dass sie aufscheuern.

ergo50tank.jpg (53240 Byte) Ältere Exemplare haben eine Dichtung, die dem Modellbauer schwer zu schaffen macht, es sein denn er hätte 20 Miniatur-Finger an jeder Hand.

Zum Glück bietet Graupner einen sehr guten Tuningtank an. Und noch mehr Glück: einen baugleichen Tank gibt es von einem anderen Hersteller für weniger als den halben Preis.

Ich entschied mich also für diesen alternativen Tank (für 5 €). Der Einbau war nicht einfach, aber nach einigem Hin- und Herprobieren hat es geklappt. Mit seinen 350ml sind sehr lange Flugzeiten zu erwarten.

Der gebraucht gekaufte Ergo-50 hat einen Zimmermann Schalldämpfer.

ergo50zimm.jpg (38523 Byte) Hier ist dieser Dämpfer in seiner vollen Schönheit. Er hat bisher nur wenig von seinem Glanz eingebüßt. Der Auslass befindet sich an der Unterseite. Damit dürfte das Öl weit genug vom Chassis weg sein. Vielleicht stecke ich zusätzlich noch einen Silikonschlauch drauf (ich so ungern das Öl von den putze Hubis)
 

Der Ergo-50 besitzt im Gegensatz zum Schweizer einen mechanischen Mischer. Das Bild zeigt die drei Servos für Pitch, Nick und Roll. Weiter vorene befindet sich der Mischer. Von dort geht es über einige Umlenkhebel zur Taumelscheibe.

ergo50anlenk.jpg (48768 Byte) Es ist ja fast schon Philosophie, die Diskussion ob ein mechanischer Mischer oder eine direkte Taumelscheibenansteuerung besser ist. Nachdem ich jetzt also beide Versionen ausprobiert habe, meine Erfahrungswerte:
Mechanischer Mischer:

+ Pitchbewegung hat keinen Einfluss auf Roll oder Nick
+ einfache Fernsteuersender benutzbar
- großes Spiel durch viele Kugelgelenke, Hebel und Lager.
- aufwendige Einstellung

Elektronischer Mischer:

+ praktisch kein Spiel, präzise Anlenkung
+ einfache Einstellung
- Computersender notwendig
- Pitch beeinflusst Nick und Roll geringfügig bei extremen Ausschlägen.

Der Rotorkopf ist bei den verschiedenen ERGO Hubschraubern identisch. Er benutzt die übliche und bewährte Technik und arbeitet präzise.

ergo50kopf.jpg (42087 Byte) Die JP-Kugelgelenke sehen schön aus und haben einen guten Ruf, ich finde aber trotzdem, dass die Vario oder Mikadokugelpfannen besser und haltbarer sind.

Auf jeden Fall habe ich alle (!) Kugelgelenke auswechseln müssen. Sie hatten vom Flugbetrieb meines Vorgängers erhebliches Spiel. Mit den neuen Kugelpfannen ist der Rotorkopf wieder spielfrei. Sicherheitshalber habe ich auch die beiden großen Kugellager der Rotorwelle ausgewechselt. Das kostet nur ca. 8 € bringt aber ein zusätzliches Plus an Sicherheit.

Der Standard-Rotorkopf hat einen Pitchbereich von -5 bis +15 Grad. Damit ist er leider nicht für Kunstflug geeignet. Graupner bietet aber ein Zentralstück (JR60200) an, welches einen größeren Pitchbereich (vor allem negativ) zulässt.

Der Heckrotor ist bei allen Ergo Modellen ganz ähnlich aufgebaut. Das Zahnriemenrad befindet sich in einer Plastikschale.

ergo50heck.jpg (26650 Byte) Die Heckrotormechanik ist wie üblich aufgebaut. Die Lagerung der Heckrotorwelle ist nicht ganz spielfrei, aber das ist bei allen Ergo Hubschraubern so und dürfte kein Problem sein.
Sehr gut gelöst ist die Heckrohrmontage. Man schiebt das Heckrohr in die Aufnahme am Chassis und der Heckrotor sitzt damit schon praktisch genau justiert fest. Nach kleinen Korrekturen und Einstellung der Riemenspannung ist die Montage erledigt.

Das Heckrotorservo sitzt sehr weit vorne im Chassis. Daher ist ein langer 2mm Stahldraht zur Anlenkung vorgesehen. Er ist fünffach geführt und relativ spielfrei. Trotzdem bevorzuge ich CFK Anlenkungen und das Servo sollte möglichst weit hinten sitzen. Nach den ersten Flügen werde ich prüfen, ob man hier etwas verbessern kann.