Schweizer 300, der Aufbau
Das zweiteilige Chassis

Hier folgen Bilder und Kommentare zum Aufbau des Graupner Schweizer 300:

s300baukasten.jpg (50962 Byte) Der Aufbau begann am 19.Dezember 1999. (Manche Teile kommen erst zu Weihnachten, und müssen daher noch eine Woche warten). Das Bild zeigt den Inhalt des Baukastens. Wie von Graupner nicht anders zu erwarten ist alles sehr sauber verpackt und in einwandfreiem Zustand.
Und die Überraschung: endlich mal eine vernünftige Bedienungsanleitung. Ich habe jetzt schon einige Hubis gebaut, aber hier liegt zum ersten Mal eine vollständig in Bild und Wort beschriebene Aufbauanleitung vor. Hier könnten sich manche ein Beispiel nehmen. (Zum Vergleich: Ikarus's ECO: viele Bilder, kaum Kommentare, keine Einstellanweisungen. Mikado's Logo: nur zwei große Explosionszeichnungen mit verschiedenen Detailstufen. Vario's X-Treme: gute Bilder, keinerlei Text.). Bei Graupner sind schwierige Baustufen zusätzlich mit genauen Hinweisen versehen. Liest man alles sorgfältig, kann kaum was schief gehen.
s300stufe1.jpg (34265 Byte) Im ersten Bauabschnitt werden die Kupplungsglocke, ein Servohebel, das Heckansteuerungsgetriebe und der Tank zusammengebaut. Alles bisher problemlos. Das originale Tankpendel habe ich gegen ein Sinterpendel ausgewechselt.
ACHTUNG: Bereits jetzt sollte man einen dritten Tankanschluss vorsehen über den man das Modell bequem betanken kann. Später ist das Ausbauen des Tanks schwierig.
s300ochassis.jpg (57059 Byte) Danach folgt der Zusammenbau des oberen Chassis. Der Schweizer 300 besteht aus zwei Chassisteilen (oben und unten), welche später miteinander verschraubt werden. Bereits hier fällt auf, dass dieser Hubi eine riesige Menge an Schrauben benötigt. Nur zum Entfetten der Schrauben dieser Baustufe habe ich eine halbe Stunde gebraucht. Es ist wohl nicht angebracht mit diesem Hubi abzustürzen. Die Reparaturzeiten sind sicher erheblich.
Der untere Teil des Chassis ist schnell Zusammengebaut. Er besteht ebenfalls aus zwei Metall-Seitenteilen. Der Tank ist zwischen diese Seitenteile eingebaut und wird von ihnen gehalten.
s300_obenunten.jpg (45459 Byte) Jetzt werden oberer und unterer Chassisteil zusammengeschraubt. Insgesamt 16 Schrauben und 8 Abstandsbolzen verbinden die beiden Teile. Das ganze ist sehr steif und stabil. Das obere Chassisteil ist etwas dünner und wird mit Abstandshalter im unteren Teil gehalten.
s300_luefter.jpg (25648 Byte) Im nächsten Bauabschnitt wird der Luftschacht eingebaut. Bisher passt alles perfekt. Es gab keinen einzigen Punkt der Beanstandung.
s300_getriebe.jpg (34005 Byte) Um das Grundchassis Fertigzustellen und für den Motoreinbau vorzubereiten, wird jetzt die Rotorwelle eingeschoben. Unten setzt man das Hauptzahnrad sauber zwischen Kupplungsglocke und Heckabtrieb. Das Zahnradspiel stellt man mit dem üblichen Trick (Papiersteifen dazwischenlegen, andrücken und festschrauben) ein. Der Schweizer 300 hat ein einstufiges Getriebe, so ähnlich wie der ECO-8. Der Freilauf ist am Hauptzahnrad angebracht. Dieses wird vorne vom Motor (über die Kupplungsglocke) angetrieben und treibt hinten das Zahnrad für den Heckriemen an.
Generell ist das Antriebsprinzip fast identisch mit dem ECO oder anderen kleineren E-Hubis. Ich könnte mir vorstellen, dass man den Schweizer 300 sogar auf E-Antrieb umrüsten könnte, wobei natürlich das Gewicht reduziert werden müsste.
Nach dem Einlaufen des Motors am Prüfstand, wurde dieser zur Montage vorbereitet.
os32.jpg (34164 Byte) Jetzt kann der Lüfter und die Kupplung montiert werden.
os32einbau.jpg (50346 Byte) Der Motor wird auf den Motorträger aufgeschraubt und in das Chassis eingeschoben. Etwas schwierig ist die genaue Justage. Die Kupplung muss perfekt sitzen und darf nicht verkantet sein. Man schafft das ziemlich gut, aber ein komisches Gefühl bleibt trotzdem.
Eine Bemerkung am Rande: Dieser Motor hat ungefähr die Leistung eines größeren Elektromotors für den Logo-30 Hubi. Sein Vorteil ist aber das fehlende Gewicht der Akkus (die beim Logo-30 immerhin 1,5 kg wiegen).
os32tank.jpg (38055 Byte) Dieses Bild zeigt den Motor und den Tank von unten. Es geht hier sehr eng zur Sache. Die Schläuche haben kaum Platz. Ich habe das unangenehme Gefühl von knickenden Schläuchen, aber ich denke, dass es gerade so gehen müsste. Da der tank nur zwei Anschlüsse hat (Vergaser und Drucknippel am Auspuff) bin ich gespannt, wie das Ding wohl aufgetankt wird. Muss man etwa zum Tanken immer den Vergaserschlauch abziehen? Ich werde später sicher einen dritten Anschluss in den Tank einbauen.
Das dumme ist nur, dass man an den Tank nicht herankommt. Man muss einen Großteil des Hubis zerlegen, wenn man am Tank arbeiten will.