Der Erstflug mit dem Schweizer 300

Am 31.12.1999, als krönender Abschluss des alten Jahres war es endlich soweit. Der Schweizer 300 war fertig aufgebaut und eingestellt. Dem Erstflug stand nichts mehr im Wege.

s300erstflug.jpg (59533 Byte) Für den Erstflug benutzte ich Synth-Glow Sprit mit 0% Nitro. Diesen Sprit fliege ich auch im X-Treme mit gutem Erfolg und glaube, dass man wirklich kein Nitro braucht.

Nach einigen Einstellarbeiten (die auf der Seite OS32 SX-H beschrieben sind) lief der Motor zuverlässig und noch auf der fetten Seite.

Flugverhalten:

Nach ca. 15 Minuten Schwebeflug und einigen Runden Vorwärtsflug war der Erstflug beendet. Der Schweizer 300 liegt mir sehr gut an der Hand. Er ist in der Größe und Wendigkeit dem ECO sehr ähnlich, fliegt aber bedeutend präziser. Mir gefällt er fast besser als ein 60er Hubi. Langsame Vorbeiflüge waren auch ohne dauernde Steuerkommandos ruhig und präzise. In den Kurven verhält er sich berechenbar. Irgendeine Neigung zum Aufbäumen oder Unterschneiden konnte ich bisher nicht feststellen.

Abgesehen von ein paar Korrekturen am Heck waren alle Voreinstellungen nach Bauanleitung perfekt. Alle Trimmhebel blieben in Mittelstellung.

Am 6-8.1.2000 fanden die ersten längeren Flüge statt. langsam stellte ich den Motor magerer. Der Motor läuft sehr zuverlässig und hatte bisher keinerlei Aussetzer. Die +10 Grad Pitch zieht er im Steigflug gut durch. Im schnellen Vorwärtsflug merkt man die Belastung, die Drehzahl bricht geringfügig ein. Das wird wahrscheinlich mit eingeflogenem Motor besser. Durch die breite Haube fliegt er natürlich bei weitem nicht so schnell wie ein schlanker Trainer. Das machte meinen ersten Loopingversuch zu einem recht heiteren Gebilde. Trotzdem fliegt er schneller als man es erwarten würde. Mit etwas Übung sollte einfacher Kunstflug möglich sein.

Die aktuelle Ausstattung des Schweizer 300 ist bei der Flotte beschrieben.

Alarm: Metallspäne überall:

Nach dem Erstflug war der ganze Hubi voll mit winzigem Metallstaub. Vor allem am Rotorkopf lagen viele Späne. Diese Sache versetzte mich in große Sorge, was ist da los, irgendwas löst sich auf ! Bei der genauen Kontrolle konnte ich aber keinerlei Abnutzung feststellen. Um der Sache auf den Grund zu gehen zerlegte ich den Rotorkopf komplett und kontrollierte alle Teile, sogar die Lager, kein Schaden.
Dann zerlegte ich Teile des Chassis um den Motor und die Kupplungsglocke zu entnehmen. Auch hier war alles einwandfrei und keinerlei Abnutzung erkennbar. Wo, zum Teufel, kommen nur diese Aluspäne her ?

Keine Chance, es war nichts zu finden. Also baute ich alles wieder zusammen und prüfte den Schweizer 300 nochmals genau. Am späten Neujahrstag folgte ein weiterer Testflug. Diesmal waren keine Metallspäne zu entdecken. Erst viel später bemerkte ich was geschehen war. Die Späne kamen vom Elektro-Starter. Dort hatte sich der Startadapter verschoben und rieb am Gehäuse. Das Zerlegen des Hubis hätte ich mir sparen können, aber jetzt kenne ich ihn noch besser als vorher.