Erstflug des X-TREME TR00045A.gif (2335 Byte)

Nachdem der X-Treme aufgebaut war, mußten noch die ganzen Einstellarbeiten durchgeführt werden:

1. Einstellung des Heckrotors

Das CSM360 hat eine Wegbegrenzung. Die Hebel und Gestänge wurden so gewählt, daß noch kein Blockieren auftritt. Alle Hebel befinden sich in Neutralstellung genau im 90 Grad Winkel. Es hat sich später gezeigt, daß das die goldrichtige Einstellung ist. Trimmung ist kaum mehr notwendig.

2. Einstellung des Pitch

Genaue Angaben befinden sich bei den MC-24 Einstellungen. Da mir die Einstellung des Spurlaufs ziemlich lästig ist, nehme ich mir immer sehr viel Zeit um es in der Werkstatt möglichst genau vorzubereiten. Auch das hat sich gelohnt, da der Spurlauf auf Anhieb stimmte.

3. Einstellung des Gas

Auch diese Angaben befinden sich bei den MC-24 Einstellungen. Diese Art das Gas und den Leerlauf zu benutzen war mir neu. Es ist etwas komplexer als bei Flächenmodellen. Nach genauer Untersuchung aller Funktionen wird es aber verständlich. Durch ein paar Programmiertricks kann man wie gewohnt den Trimmhebel als Leerlaufjustierung verwenden.

Nachdem nun alles fertig eingestellt und die Akkus voll geladen waren wurde es ernst. So sieht der zum Erstflug fertige X-Treme aus:

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Der Erstflug

Zusammen mit der Flächenmodell-Startbox ging ich aufs Flugfeld. Der Tank wurde gefüllt und nochmals alles kontrolliert. Das Gas wurde in die Leerlaufstellung gebracht.
Jetzt folgt wohl oder übel die unangenehme Phase des Motor-Einlaufens. Bei Flächenmodellen versuche ich immer frühzeitig auf Vollgas zu kommen um den Motor fett, aber sicher, laufen zu lassen. Beim Hubi geht das natürlich nicht. Man muß sich im Leerlauf soweit durchquälen, bis er anständig läuft. Das Gemisch wurde so wie in der Anleitung eingestellt.

Als Glühkerze angeschossen und den Starter mit Sechskantadapter an den Motor stecken. BLITZ. Was war das ? Mir fliegen die Funken um die Ohren. Dieses dumme Power-Panel hat doch tatsächlich den +Pol an Masse und der Starter den - Pol. Dadurch gibt's einen Kurzschluß und die Glühkerze verabschiedet sich. Als wurde eine neue Kerze eingeschraubt und diesmal mit einer eigenen Startbatterie versorgt. Und tatsächlich der Motor springt nach kurzem orgeln an. Ratatatata, buffff, aus. Der Leerlauf war wohl doch etwas zu niedrig. Also nochmals Starten, Fehlanzeige es tut sich nichts, er ist abgesoffen. Ich schraube also die Glühkerze heraus und puste mit dem Starter den Sprit aus dem Motor. Die Glühkerze wird durchgeheizt um sie sauber zu machen und dann wieder eingeschraubt. Dieses lustige Spielchen wiederholt sich 3x. Als ich dann am Ende meiner Geduld war, stelle ich das Gemisch etwas magerer und den Leerlauf höher ein. Ich halte den Kopf fest in der Hand, da ich noch nicht weiß bei wieviel Gas die Kupplung greift.

x_flug1.jpg (16009 Byte) Wieder springt der Motor an, diesmal läuft er zuverlässig. Durch das fette Einlaufgemisch raucht es wie in einer Hühnerbraterei. Ich stelle also den laufenden Hubi am Startplatz auf, gehe in sichere Entfernung und gebe vorsichtig Gas. Da der Motor immer kurz am Absterben herumkratzt, spiele ich mit dem Gas. Nach einiger Zeit kommt die Drehzahl und der Rotor beginnt sich zu drehen. Jetzt hat's der Motor endlich geschafft.
Bei ca. 1500 U/min beginnt der X-Treme leicht zu werden. Ich nehme meinen ganzen Mut zusammen und geben mehr Pitch/Gas, und der X-Treme hebt ab. Der Hubi schwebt vor mir in ca. 0,5m Höhe und raucht so stark, daß ich kaum mehr was sehen kann. So muß es sein für die erste Tankfüllung zum Einlaufen ! Immer wieder setze ich ab und variiere die Drehzahl um den Motor ordentlich einzulaufen und bald ist auch der Tank leer. Eine Messung zeigt, daß der Motor maximal 70 Grad hatte, also noch relativ kalt war.

Für den zweiten Tank stelle ich das Gemisch etwas magerer, aber immer noch sehr fett ein. Der Motor läuft jetzt schon erheblich runder und zuverlässiger. Die Temperatur hatte ich nicht gemessen, aber es waren diesmal über 100 Grad (Spuckprobe). Ich stelle ihn noch etwas fetter damit er nicht zu heiß wird und schwebe so 2 weitere Tankfüllungen leer.

x_flug2.jpg (16203 Byte) Während des Einlaufens setze ich immer wieder ab und verringere die Drehzahl. Zweimal flog ich auch einen gemütlichen Kreis. Der X-Treme schwebt und fliegt wirklich extrem exakt. Steuerkommandos werden fast verzögerungsfrei befolgt. Er ist sehr wendig (fast wie ein gut ausgestatteter Eco). Im Schwebeflug ist er sehr stabil und driftet kaum weg (im Unterschied zu einem Eco).

Interessant ist auch, daß ich kaum einen Bodeneffekt gemerkt habe. Vom Eco war ich gewohnt, daß er im Bodeneffekt nur schwer über einem Punkt zu schweben ist da er immer wegdriftet. Ganz anders beim X-Treme, der auch wenige Zentimeter über dem Boden sehr exakt und ruhig schwebt.