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Ein Rumpf verleiht nicht nur ein schöneres Aussehen, er macht den ECO auch deutlicher sichtbar und in größerer Entferung oder Höhe leichter steuerbar. Vor allem die bessere Orientierung war für mich der Grund einmal einen Rumpf zu bauen.

Wie alles hat auch diese Sache zwei Seiten:

Vorteile des Jet Ranger Rumpfes:
Vorbildähnlicheres, schöneres Aussehen
Bessere Sichtbarkeit und Orientierung
Höhere Geschwindigkeit durch geringeren Luftwiderstand
Nachteile des Jet Ranger Rumpfes:
Höheres Gewicht (geringere Flugzeit)
Schwierigere Wartung

Planungen:

Für den Einbau in den Rumpf wählte ich meinen Tuning-ECO mit bürstenlosem Motor X-250-4H. Dieser Motor hat so hohe Leistungsreserven, daß er ein höheres Gewicht leicht tragen kann. Der Performancemotor hätte durch den höheren Leistungsbedarf mehr Bürstenabrieb gehabt. Da die Wartung im Rumpf nicht ganz einfach ist hoffe ich mit dem X-250-4H längere Zeit Ruhe vor Motorproblemen zu haben.

Leider wird der 3SL Regler ziemlich heiß. Ich mußte also ersteinmal prüfen, ob ein Einbau in den Jet-Ranger Rumpf möglich ist. Aus diesem Grund befestigte ich soviel Zusatzgewichte am Eco, daß er so schwer wie in der Rumpfausführung war. Dann kam ein Temperaturfühler an den Regler. Zuletzt verklebte ich noch sämtliche Lüftungsöffnungen der Kabinenhaube. Auf diese Art flog ich 3 Akkus leer. Der Regler wurde maximal 60 Grad heiß. Damit steht einem Einbau in den Rumpf nichts mehr im Wege.

Aufbau:

Der ECO Jet-Ranger Rumpf wird fertig verklebt geliefert. Die Fenster sind schon eingebaut. (So ein Glück ! Ich hasse dieses rumgezittere beim Kleben von verbogenen Plastikteilen). Er besteht aus zwei Teilen. Dem Hauptteil für Mechanik, Batterie und Heck und der Kabine. Die Mechanik wird zuerst ohne Heck eingebaut. Danach wird das Heck von hinten her eingeschoben. Leider paßt die Heckservohalterung nicht mehr und man muß wieder den original Baudenzug benutzen der ein geringfügig schlechteres Ansprechen der Hecksteuerung bewirkt. Laut Hersteller soll man jetzt den Antriebsriemen spannen und das Heck festschrauben. Aber man müßte schon Finger wie Strohhalme haben um da noch hinzukommen. Manche kriechen vielleicht auch mit langen gebogenen Zangen in den Rumpf hinein. Wegen der leichteren Wartung habe ich mir jedenfalls zwei kleine Löcher in den Rumpf gebohrt, wo gerade der Schraubenzieher durchpaßt. So geht es schnell und problemlos.

Nachdem das Heck fertig montiert ist, klebt (!) man die Kufenbügel auf den Rumpf. Hier heißt es aufpassen ! Der nächste Downwash (Rotorabwind) in Bodennähe mit damit verbundenem harten Aufsetzen wird zum Ablösen der Kufen führen. Aber mit dem Rumpf sollte man sowieso vernünftig und ruhig fliegen. Abgesehen davon ist eine crash-freie Landung sicher auch ganz ohne Kufenbügel möglich. Der Rumpf ist unten breit genug.

jetr1.jpg (23674 Byte) Wenn alles montiert ist prüft man alle Gestänge, die Servos und den Kreisel. Jetzt kann die Kabine probeweise aufgesteckt werden. Hier sollte man sich ein dünnes, weiches Klettband besorgen um ihn sauber montieren zu können. Er paßt einigermaßen genau. Jetzt nur noch das Dekor aufbringen oder bemalen und fertig.

Gewicht:

Der Rumpf selbst hat 190 Gramm.

Vor dem Umbau hatte der Tuning-ECO ein Gewicht von 1650 g.
Mit dem Rumpf hat er jetzt 1810 g. Da einige Teile wegfallen (z.B.: Heckrohrhalterung mit Höhenruder) wird der ECO nicht so schwer wie befürchtet. Mit diesem Gewicht sollte er noch vernünfig fliegen. Einige unermüdliche Spezialisten sparen Gewicht indem sie das Gehäuse von Empfänger und Kreisel entfernen und die Platinen einschrumpfen. Soweit wollte ich dann aber doch nicht gehen.

Flugverhalten:

Der Eco wird mit dem Jet-Ranger ziemlich schnell. Anfangs ist es noch eigenartig aber man gewöhnt sich nach einiger Zeit daran. Er geht schnell in die Kurven und verlangt ziemliche Konzentration vom Piloten. Natürlich kann man auch langsam fliegen, was aber genau ausgesteuert sein will.

jetr2.jpg (7256 Byte) Einige Probleme hatte ich mit dem Aufbäumen, was natürlich vor allem am Piloten und nicht am Rumpf liegt. Wenn ich ihn aus dem schnellen Flug abbremsen wollte oder in die Kurve ging, so hat die Nase eine unstillbare Neigung in die Höhe zu schauen. Grund dafür sind die winzigen Höhenleitwerke (siehe Bild oben). Die haben kaum eine Wirkung. Daher habe ich noch zusätzlich das originale Eco Höhenleiterk aufgeklebt. Der Unterschied war erstaunlich und der Hubi war plötzlich viel einfacher gerade in der Luft zu halten.

Im Schwebeflug verhält er sich praktisch genauso wie die Trainerversion. Die 'schlüpfrigen' Eigenschaften des Rumpfes merkt man dann aber umsomehr im Rundflug.

Trotz des höheren Gewichtes kam ich immer auf gute 8 Minuten Flugzeit bei ca. 1300 U/min und 20 Grad Außentemperatur.

Die Farbgebung des mitgelieferten Dekors ist weiß, blau, rot. Der Himmel ist leider auch weiß und blau weshalb er sich nicht besonders gut vom Himmel abhebt. Um die Orientierung weiter zu verbessern, werde ich ihn irgendwann mit deutlichen Farben spritzen (rot, gelb, grün oder ähnlich).