mcr-Servo
Drehzahlregler für Verbrennerhubis

Für Verbrennerhubschrauber stehen einige Drehzahlregler zur Auswahl. Vom teuren Luxusregler GV-1 von Futaba bis zu Billigregler. Der hier besprochene mcr-Servo von Schulze zählt zu den preiswerten Reglern, ist qualitativ jedoch in der Oberklasse angesiedelt. Dieses sehr günstige Preis-Leistungsverhältnis macht ihn besonders interessant.

In diesem Bericht wird der Einbau und Einsatz des mcr-Servo am Beispiel eines ERGO-50 beschrieben.


Überblick:

Der mcr-Servo wird zusammen mit einem Drehzahlsensor, drei starken Magneten, einem Programmiertaster und einer ausführlichen Bedienungsanleitung geliefert. Alle Teile sind sauber aufgebaut und machen einen zuverlässigen Eindruck.
mcr_servo1.jpg (18420 Byte) Der Drehzahlregler wiegt 38 Gramm und hat die Abmessungen 50x32x10 mm. Er läuft in Empfangsanlagen die mit 4 Zellen versorgt werden (4,8 bis 6 Volt). Es lassen sich Drehzahlen von 900 bis 2000 U/min einstellen.

Er hat Anschlüsse für den Gaskanal, die Drehzahleinstellung und das Vergaserservo. Weiters für den Drehzahlsensor und einen Programmiertaster.

Der Drehzahlregler ist in SMD Technik aufgebaut und robust. Er hat 3 Leuchtdioden, welche zur Funktionskontrolle des Sensors und zur Programmierung des Reglers dienen.

Der Sensor wird durch 3 Magnete angesteuert, welche sich mit der Drehzahl der Hauptrotorwelle drehen müssen. Im Ergo-50 ist dazu der ideale Einbauort das Hauptzahnrad. Viele andere Hubis (zB Vario Sky Fox) sind bereits für den Magneteinbau vorbereitet. Beim Ergo 50 müssen noch drei Löcher mit 5mm Durchmesser in das Hauptzahnrad gebohrt werden.

Einbau:

mcr_servo2.jpg (16449 Byte) Dieses Bild zeigt den Einbau. Um die richtige Position der Magnete zu ermitteln, wählt man zuerst eine beliebige Position des ersten Magneten, hier rechts im Bild. Er befindet sich 5mm innerhalb des Zahnkranzes. Von dort misst man die Strecke "a" mit der Schiebelehre um die Position der anderen Magnete zu bestimmen.

Die Länge "a" ergibt sich aus dem Durchmesser "d" des Hauptzahnrades mit der Formel a = (d - 2x5)*0,87 wobei die "5" der Abstand des ersten Magneten zum Zahnkranz ist (hier 5mm). Beim Ergo 50 ist a=61mm.

Die Magnete werden in 5mm Löcher eingesteckt und mit reichlich Zweikomponentenklebstoff gesichert. Dabei ist darauf zu achten, dass die Magnete in der richtigen Richtung eingeklebt werden. Man kann dies bei eingeschaltetem mcr-Servo anhand einer roten LED prüfen, die immer dann leuchtet, wenn der Sensor einen Magneten erkennt.

Zur Montage auf der linken Seite des Ergo-50 habe ich aus CFK Plattenmaterial diese Halterung gebaut. Sie kann mit 2 Schrauben fest gesichert werden. Am unteren Zapfen wird der Magnetsensor festgeschrumpft. So ist eine feste und sichere Montage des Sensors auch bei Vibrationen gegeben.

Den fertig eingebauten Magnetsensor zeigt das folgende Bild:

mcr_servo4.jpg (24773 Byte) Der Sensor befindet sich ungefähr 1mm über den Magneten. So ist ein zuverlässiges Ansprechen gewährleistet.
mcr_servo5.jpg (11834 Byte) Der mcr-Servo wurde in Schaumstoff eingepackt und unterhalb des Vorbaues mit Gummiringen weich montiert.

Um den Sensor zu testen, schaltet man den Sender und Empfänger ein und dreht mit der Hand das Hauptzahnrad. Immer wenn sich ein Magnet unter dem Sensor befindet, muss die rote LED am mcr-Servo aufleuchten. Auf diese Art prüft man alle 3 Magnete. Leuchtet die LED bei einem Magneten nicht, so hat man diesen verkehrt eingebaut.

Einstellung:

Hier hat Schulze mitgedacht ! Die Einstellung geht sehr einfach und man muss sich weder um Gestängelängen noch um die Servodrehrichtung Gedanken machen. Voraussetzung ist nur, dass der Hubi bereits ohne Drehzahlregler ordentlich fliegt und eine saubere Gaskurve eingestellt wurde.

Am Sender benötigt man einen Kanal mit Drehregler, Schieberegler oder Schalter um die Solldrehzahl einzustellen. Die Gasvorwahl oder ähnliche Einstellungen darf man nicht dafür verwenden. Alles muss im Sender so bleiben wie es ist, nur ein zusätzlicher Kanal muss zur Verfügung stehen !

Die Programmierung erfolgt in zwei Schritten und ist in der Anleitung sehr gut erklärt. Danach steht der Drehzahlregler zur Verfügung. Ich bevorzuge einen 3-fach-Schalter für die Drehzahlvorwahl. Er wird programmiert für AUS-1400-1700 U/min. Die genaue Einstellung der gewünschten Drehzahl wird beim Erstflug mit Hilfe eines Drehzahlmessers vorgenommen und dann auf die Schalterstellung im Sender programmiert.

Fliegen:

Ich fliege sowohl einen GV-1 von Futaba als auch den mcr-Servo. Obwohl der mcr-Servo erheblich preiswerter ist, kann ich keinen Unterschied in der Funktion feststellen. Beide Regler halten die Drehzahl sauber konstant und geben keinerlei Anlass zur Kritik. Aus diesem Grund entscheidet der Preis und der entscheidet für den mcr-Servo.