Nexus 30

Was hat denn der Nexus bei den E-Hubis verloren ?

Das habe ich mich zuerst auch gefragt, als ich die ersten Bilder von Christian Bauer aus Baden bei Wien gesehen hatte. Aber Christian hat das scheinbar unmögliche möglich gemacht ! Ein Verbrenner Hubi wurde zum Elektro Hubi umgebaut. Und das sogar mit sehr gutem Erfolg und beachtlichen Flugleistungen.

Normalerweise ist ein Verbrenner zu schwer um mit E-Antrieben vernünftige Flugzeiten zu erhalten. Christian hat also alles entfernt, was nicht unbedingt notwendig war und damit den Hubi so weit erleichtert bis er E-flugtauglich war.

Hier die Bilder dieses erfolgreichen Umbaus:

Die Technik:

nexus008.jpg (58416 Byte) Der Nexus wurde total abgespeckt. Alle nicht benötigten Metallteile entfernt, die Seitenteile ausgefräst. So wurde sein Abfluggewicht mit 24 Zellen 3000 mAh auf 3800g reduziert (mit 20 Zellen sind es noch 3600g). Man sieht das Heckservo, dass mit Silikon und Kabelbinder hinten befestigt ist. Im Original wäre es vorne auf der Heckservohalterung, welche natürlich auch extrem abgespeckt wurde um Gewicht zu sparen.
nexus001.jpg (62332 Byte) Dieses Bild zeigt den Einbau des Plettenberg Motors. Er ist schräg eingebaut, damit er genau auf das Antriebsrad passt, welches ursprünglich für den Verbrennungsmotor vorgesehen war. Die ganze Motorbefestigung des ursprünglichen Verbrennungsmotors wurde komplett weggefräst.
nexus006.jpg (57700 Byte) Hier ein Detailfoto vom Anstriebsstrang. Man erkennt deutlich den Heckrotorabtrieb. 

Alles wird vom zentralen Hauptzahnrad angetrieben. Man sieht gut die Alumotorplatte die mit 4 Schrauben am Chassis angeschraubt ist. Das Chassis wurde an diesen Stellen mit CFK verstärkt. Gut zu sehen ist auch, dass das Ritzel haarscharf von der Länge her hineinpasst. Das optimale Ritzel wäre ein 7er Ritzel mit Modul-1, welches aber scheinbar nirgends verfügbar ist. Wenn irgendwer so ein Ritzel gesehen hat oder eines anfertigen kann, nehmt bitte Kontakt zu Christian Bauer auf.

nexus007.jpg (65744 Byte) Hier die 20 Zellen RC2000. Alternativ wurden auch die neuen 3000er NiMH Zellen verwendet (24 Stk) mit denen man auf Flugzeiten von 11 Minuten kommen kann.

Man sieht auch gut die Befestigung des Kreisels. Der Empfänger ist ganz weit vorne platziert. Weit, weit weg vom Regler und Motor.

nexus005.jpg (58304 Byte) und aus einer anderen Perspektive. Man sieht den abgespeckten Servovorbau , der vorne schon ein wenig nachgibt aber durch die Kabinenhaube gerade gehalten wird.
nexus003.jpg (60996 Byte) Der flugbereite E-Nexus mit Kabinenhaube. Der Regler ist unter den hinteren Kufen befestigt.
nexus002.jpg (60756 Byte) Der Nexus fliegt mit 1200 U/min mit den Mikado Mini-S-Schlag Blätter. Das sind super Blätter für lange Flugzeiten. Für Kunstflug werden die TG Blätter eingesetzt, bei etwas kürzerer Flugzeit. Der Rotordurchmesser ist 1350mm. Das Heckrohr musste um 7cm verlängert werden, weil der original Rotordurchmesser 1200mm ist. So stimmt die Abstimmung zwischen Rotorkopf und Heckwirkung wieder.

Beim ausfräsen muss man schon aufpassen, dass man nicht zuviel wegfräst. Das Chassis soll ja noch stabil bleiben.

Bei 20 Zellen wird ein 8er Ritzel mit einer Übersetzung von 1:10,75 verwendet.
Bei  24 Zellen unbedingt ein 7er Ritzel verwenden, welches dann 1:12,35 übersetzt.

Der Flugbetrieb:

Er liegt super  und satt in der Luft und reagiert sofort auf alle Steuerkommandos. So ein Nexus ist von der Flugqualität und der Stabilität schon ein mächtiger Unterschied gegenüber einem ECO-8.

nexus009.jpg (39268 Byte) Hier der stolze Erbauer des Elektro-Nexus !
nexus010.jpg (20958 Byte) Das Prachtstück in seiner vollen Schönheit, von vorne am Arbeitstisch
nexus011.jpg (14758 Byte) und im Flug im Winter, Dezember 1999.

Danke Christian für Deine hervorragende und interessante Arbeit !