Kurt's Flugtagebuch

Die ersten Hopser
Aus Ahnungslosigkeit Schrott gebaut
Die Rache des Helicopters
Das erste Schweben

Statistik des ersten Monats nach Helicopter-Kauf

Der fertige ECO-8 Elektro Helicopter:

eco8neu.jpg (42573 Byte)

Sonntag 22.3.1998 Erkenntnisse
Der Hubi (ECO 8) ist nach ca. 15 Std. fertig zusammengebaut. Die Einstellung geht mit Hilfe der Pitch-Lehre sehr gut. Nachträgliche Einstellung ist nicht mehr notwendig. Problematisch ist die Befestigung der Kufen mit M2 Schrauben, die abreißen. Beim ersten Test löst sich der Draht im Baudenzug und muß angelötet werden. Die Einstellarbeiten und die ersten Hopser mache ich an der Autobatterie im Gras. Der Hubi verhängt sich öfters im Gras also gehe ich zur Einfahrt auf die Steine. Der Hubi ist sehr nervös und kaum zu bändigen. Kurze Windböen machen es nicht einfacher. Das Hauptzahnrad wird richtiggehend abgerieben, die Metallzahnräder sind zu lose daran montiert. Also alles aufmachen und neu justieren. Dann nächster Testflug. Der Hubi dreht sich wie wild herum bei einer schwachen Windbö steigt er ca. 1m hoch und kracht herunter. Oha, ich hatte vergessen die Akkus einzubauen, dadurch war der Hubi extrem leicht. Dabei bricht eine Kugel an der Taumelscheibe. Mit einer wahnwitzigen aber technisch guten Reparatur befestige ich eine Metallkugel und baue alles wieder zusammen. Dann geht das herumgehopse weiter bis der Strom knapp wird. Mit weniger Strom geht aber das Schweben plötzlich viel einfacher.

     M2 Schrauben wie rohe Eier behandeln

     Immer prüfen ob der Hubi komplett zusammengebaut ist, nichts vergessen !

     Freilauf verwenden schont das Hauptzahnrad

     Mit wenig Strom (Drehzahl) geht das Schweben leichter.

     Im hohen Gras geht's nicht

Ersatzteile: Hauptzahnrad, Taumelscheibe, Baudenzug. Kosten: 60 €
Samstag 28.3.1998 Erkenntnisse
Ersatzteile eingebaut und Hubi eingestellt. Die Zahnräder diesmal gut aneinandergepreßt und mit Spezialfett versehen. Im Garten ein größeres Stück Gras niedrig gemäht. Autobatterie aufgestellt und los geht's. Das Trainingsgestell habe ich mit Installationsrohren vergrößert. Der Motor wirkt kraftlos, ich muß teilweise Vollgas geben um den Hubi zum Schweben zu bewegen. Dafür geht das Schweben leichter. Wieso das so müde geht weiß ich nicht. Beim hin- und herhopsen gibt es Bodenberührung da die Installationsrohre nichts taugen und abbrechen, wieder ist eine Kugel der Taumelscheibe weg. Ich baue die alte reparierte Taumelscheibe wieder ein, stelle den Hubi ein und schließe diesmal den Akku an (nur mit dem Standard-Trainingsgestell). Er hat mehr Saft ist aber auch ziemlich Kraftlos. Dafür geht das Schweben recht schön, schon ein paar mal etwas länger. Der Akku ist bald aus, also wieder die Autobatterie angeschlossen. Eine kraftlose Sache. Bei diesem rumgewürge bleibt man natürlich auch dauernd am Kabel hängen. Dabei gibt's wieder Bodenberührung. Das Blatt reißt eine tiefe Furche ins Erdreich. Wieder ist die Taumelscheibe kaputt und das Heckauslegerrohr bekommt einen kräftigen Hieb und verbiegt sich. Auch ist die Hauptrotorwelle verbogen. Wie schon vorher ist wieder der Baudenzug defekt weil der Heckrotor sich nur sehr zäh verstellen läßt. Bei der Reparatur (man soll es nicht glauben, aber ich konnte alles wieder reparieren) kommen die ersten Ideen zur Gas/Pitch Einstellung. Das mittlere Poti am Sender kann man offensichtlich als Pitch Einstellung nehmen. Bei der neuen Einstellung wähle ich den Pitch wie folgt aus:

     Die Einstellung von Pitch/Gas ist entscheidend fürs Schweben.

     Zusätzliche Trainingskonstruktionen bringen nichts. Das Original ist gut.

     Üben mit der Autobatterie kann man vergessen. Das Kabel und die zu niedrige Spannung sind ein Problem. Beim Akku hat man auch zwangsweise immer wieder Pause, das ist ganz gut so damit man nicht übermütig wird.

     Die Zahnräder müssen dicht zusammen.

Steuerknüppel Pitchpoti unten Pitchpoti Mitte Pitchpoti oben
Maximum 9,5 10,5 11,5
Mitte 3,5 4,5 6
Minimum -2 -1 0
So habe ich mit Pitchpoti-Oben die richtigen Einstellungen fürs Schweben. Das Schwebe-Gas muß ich morgen noch mit Code-84 am Sender einstellen.
 

Das Innenleben des ECO 8 :

INNEN.JPG (21773 Byte)
Sonntag 29.3.1998 Erkenntnisse
 Das Schwebegas habe ich auf Minimum eingestellt. So ist einigermaßen stabiles Schweben möglich, wenn man es könnte. Das tapsen am Boden ist unangenehm, weil man da kein Gefühl bekommt da der Hubi sich dauernd im Gras verhängt. Geht man etwas höher so besteht die Gefahr, daß er außer Kontrolle gerät. So waren heute vier Reparaturen notwendig. Zwei davon waren lose Schrauben am Heckrotor. Beim letzten Flugversuch probierte ich Schweben in 10cm Höhe. Das ging einige Mal ganz gut. Ich habe ihn aber noch nicht unter Kontrolle. Er driftet immer noch ziemlich weit herum. Dann habe ich zuviel Gas gegeben. Man muß wirklich aufpassen wieviel man gibt und es eventuell sofort reduzieren. Vor lauter Konzentration auf die Steuerung habe ich versäumt Gas wegzunehmen wobei er auf ca. 3m gestiegen ist. Ich hätte es vielleicht noch im Griff gehabt, wenn er nicht über mich zurück geflogen wäre. So habe ich ihn nicht mehr Steuern können und er ist wie ein Stein heruntergekracht. Die Reparatur wird sich aber in Grenzen halten. Nur das übliche und einiges muß sowieso schon ausgewechselt werden. Vor allem der Heckrotor muß erneuert werden, da er nicht leichtgängig ist und klemmt.

     Großer Pitch bei kleiner Drehzahl vereinfacht das Schweben

     Üben am Boden ist unbedingt notwendig. Wenn der Hubi erst mal in der Luft ist es zu spät wenn man ihn nicht beherrscht.

     Immer auf die Höhe achten. Sofort Pitch wegnehmen wenn er höher als 10cm steigt !

     Unbedingt aufpassen, daß er nicht rückwärts auf einen zufliegt. Selbst wenn man in Deckung gehen kann, die dann umgekehrte Steuerung ist im Moment noch nicht beherrschbar.

Ersatzteile: Hauptrotorwelle, Taumelscheibe, Rotorkopfschraube, Heckauslegerrohr, Schraube für Heckrotorabstützung, Heckrotormechanik, Hauptrotorachse. Kosten heute: 1100 € Kosten gesamt: 170 €
So sieht es nach einem Crash aus
Samstag 4.4.1998 Erkenntnisse
 Zuerst mal das Chaos vom letzten Wochenende repariert und den Heli eingestellt. Der Heckrotor läßt sich nun sehr gut verstellen (Das Abschleifen der Wellen mit Schleifpapier und Bohrmaschinen verschafft mehr Spiel). So wie bisher kann es nicht weitergehen. Vor lauter Reparaturen komme ich kaum zum Üben. Daher baue ich ein Übungsgestell. Der Heli bekommt ein vergrößertes Übungsgestell aus 1m langen Aluschienen. Am Ende der Schienen bohre ich jeweils ein Loch. Auf einem großen Brett (ca.1,5 x 1m) bohre ich ebenfalls Löcher. Dort kommen dicke Schnüre hinein die durch die Löcher am Ende der Aluschienen gesteckt und verknotet werden. So gesichert hat der Heli eine Bewegungsfreiheit von gut 1m in jede Richtung. Die Schnüre sind gerade so lang, daß beim Kippen die Rotorblätter gerade nicht den Boden berühren. So kann ich länger üben ohne den Heli zu beschädigen. Ich übe ca. 2 Stunden lang. Es klappt ganz gut und ein kleiner Fortschritt ist sichtbar. Wenn ich Pitch gebe und der Heli den Boden verläßt wird er deutlich unruhiger und ich habe richtiggehend zu kämpfen um ihn einigermaßen ruhig zu halten. Zum Glück verhindern die Schnüre ein Ausbrechen und so ist alles ok. Ich merke deutlich, daß ich für einen freien Schwebebetrieb noch viel zu unsicher bin und ertappe mich dabei wie ich ab und zu Heckrotorkommandos in die falsche Richtung gebe.

     Ein Übungsgestell mit vier Schnüren ist eine große Hilfe beim Üben.

Das Übungsgestell:

BRETT.JPG (19721 Byte)
Sonntag 5.4.1998 Erkenntnisse
 Angespornt vom Samstag übe ich weiter. Es ist mir gestern schon aufgefallen, daß der Heli eine deutliche Unwucht bei bestimmten Drehzahlen hat. Ich drehe die Drehzahl einfach etwas höher dort stört es nicht. Nach einiger Zeit üben knirscht es laut und der Motor dreht durch. Der Entstörkondensator ist vom Motor abgebrochen und in das Getriebe gefallen. Er muß durch die Vibrationen abgebrochen sein. Der Kondensator war aber nur zusätzlich drauf und wird nicht unbedingt benötigt. Also entferne ich ihn und übe weiter. Nach einiger Zeit startet der Motor nicht mehr, nur mehr ein kurzes Zucken und aus ist es. Ich prüfe mit einem Widerstandsmeßgerät und sehe daß der Motor defekt ist.   Vibrationen durch Unwucht sind enorm gefährlich. Der Heli muß absolut rund laufen, sonst kann die komplette Elektronik kaputt gehen.
Ersatzteile: Motor (Garantie) , Entstörkondensator, Hauptzahnrad. Kosten: 17 € Gesamt: 175 €
Freitag 10.4.1998 Erkenntnisse
 Also habe ich den Heli auseinandergenommen und einen neuen Rotorkopf gebaut. Aber der läuft genauso unrund. Jetzt sehe ich, daß die Spitze der Rotorwelle fast 0,5mm schlägt. Unglaublich, da es eine fabrikneue, absturzfreie Welle war. Ich habe noch eine Welle in Reserve, schleife diese mit Sandpapier auf Maß (auch komisch, wieso paßt sie nicht so wie sie geliefert wird ?) und baue sie ein. Jetzt ist es ok und ich kann alles zusammenbauen und einstellen. Diesmal wird der Entstörkondensator mit der Heißklebepistole festgemacht . Ich baue auch gleich einen neuen Motorregler HELI-3000 von Ikarus ein, da mir der alte auf die Nerven geht (läuft nicht immer an und steuert in sehr groben Schritten). Der neue Regler stellt den Motor butterweich, super. Ich habe mir einen Hulla-Hoop Reifen besorgt für ein neues Trainingsgestell. Ein Aluschienenkreuz in die Mitte und unter dem Helicopter befestigt. Macht einen guten Eindruck. Zuerst befestige ich das ganze wieder auf dem Übungsbrett um alles einzustellen. Beim ersten Hochlaufen des Motors sind die Rotorblätter noch nicht genau gerade und der Heli schlägt um sich wir ein Irrer. Durch die Wucht bricht der Kufenbügel auseinander. Zum Glück läßt er sich mit Kabelbindern wieder zusammenhalten. Dann stelle ich noch den Heckrotor ein und der Heli wirkt stabil. Jetzt will ich's wissen, ich entferne den Heli vom Übungsbrett und gehe ins Freie, mit dem großen Trainingsgestell wird's schon gehen. Es klappt gut, ich übte heute 4 Stunden und es ist alles noch einwandfrei in Ordnung. Endlich ein gelungener Tag ! Ich konnte schon ziemlich lange Schweben, zumindest bei Windstille klappt es Minutenlang. Allerdings hat das Trainingsgestell fast 300g und eine ziemliche Trägheit (durch die Größe) und so hat der Heli gute 200g Übergewicht. Daher ist er extrem gutmütig und kann auch bei Vollgas kaum mehr als 0,5m steigen. Aber das ist im Moment gerade richtig zum Üben. Man muß die Pitcheinstellung weit zurücknehmen. Damit habe ich bei fast Vollgas ca. 8 Grad Pitch, damit geht's. Bei mehr Pitch klappt das Schweben nicht mehr weil der Heli völlig unruhig wird. Morgen kann ich ja die Akkus durch was leichteres ersetzen um das Originalgewicht zu bekommen und nicht mehr soviel Gas geben zu müssen.   Erst mit möglichst kleinem Pitch auf Drehzahl gehen um die Rotorblätter auszurichten.
Ersatzteile: Landegestell. Kosten: 18 € Gesamt: 192 € (wir nähern uns dem Preis eines neuen ECO-8)
Samstag 11.4.1998 Erkenntnisse
Von gestern noch gut motiviert hole ich den Heli bei herrlichem Sonnenschein und leicht böigem Wind heraus um weiter zu üben. Um das Gewicht des Trainingsgestells auszugleichen entferne ich die Akkus und lege große Schrauben ein. Das Gesamtgewicht entspricht jetzt einem Akkupack. Dann starte ich an der Autobatterie mit ziemlich großem Pitch. Ein wildes Zappeln, die Blätter schlagen wild herum, kracks das Landegestell ist endgültig kaputt, macht nichts es war sowieso schon beschädigt. So was Dummes, hatte ich diese Erfahrung doch erst gestern gemacht. Ich montiere also das Ersatzgestell und befestige jetzt nur mehr das sehr leichte Originaltrainingsgestell von Ikarus mit zwei Kohlefaserstangen und Tischtennisbällen. Das Risiko ist viel größer als gestern mit dem Hulla-Hoop Reifen aber ich traue es mir schon zu. Vorsichtig gebe ich Gas und prüfe die Reaktion des Heckrotors. Alles läßt sich austrimmen. Also rutsche ich noch etwas am Boden herum gebe mehr Gas und hebe vorsichtig ab. Es klappt, ich habe das Ding unter Kontrolle. So übe ich gute 3 Stunden Schwebeflug in ca. 10 cm Höhe. Gegen Abend traue ich mich etwas mehr Gas zu geben und schwebe bei ca. 0,5 bis 1m hoch. Mehr geht auch nicht, da der Strom der Autobatterie nicht reicht. Durch das lange Kabel geht zuviel Spannung verloren. Aber zum Üben ist es ganz gut. Ich muß wenig Pitch geben damit der Motor nicht gewürgt wird und einigermaßen hoch dreht. Die Windböen machen es spannend und ich stehe verkrampft da, zum Glück sieht mich keiner. Wenn der Wind aufkommt nehme ich sofort Gas raus und gehe runter, erst wenn's wieder Windstill ist starte ich wieder. Später kann ich dann auch schon bei leichtem Wind schweben. Einmal komme ich sehr knapp an die Autobatterie und die Blätter schlagen leicht am Boden auf. Glück gehabt, nichts ist kaputt. Ich versuche mehr gaszugeben um höher zu steigen. Die Spannung ist aber zu gering. Zum letzten Flug schließe ich den 10 Zellen - Akku an um einmal mehr Power zu haben. Der Heli hat jetzt genug Kraft und steigt spielend. Ich lasse ihn ein paarmal auf 3m Höhe steigen, aber nur kurz um mich nicht zu überfordern. Dann probiere ich auch mal nach rechts und links zu schweben. Das klappt nur so halbwegs. Ich bin noch sehr unsicher wenn das Heck nicht genau zu mir zeigt. Jedenfalls war es ein tolles Gefühl das Schweben einigermaßen im Griff zu haben und ich bin zugegeben etwas stolz heute.    Wenn man was gelernt hat so sollte man es am nächsten Flugtag auch beherzigen und nicht vor Begeisterung alles vergessen.
Ersatzteile: Keine ! Endlich zum ersten Mal keinen Schrott gebaut.
Sonntag 12.4.1998
Heute sieht es nach Regen aus. Vormittags war es noch trocken. Also schnell raus und einen Akkusatz leergeschwebt. Dann schließe ich wieder die Autobatterie an und kann gut 2 Stunden üben. Das Regenwetter zieht auf und die Windböen werden heftiger. Es ist schon ziemlich schwierig den Heli unter Kontrolle zu halten wenn der Wind aus irgendwelchen Richtungen reinfährt. Mal drückt es ihn nach unten (ich nehme an weil der Wind einem Vorwärtsflug gleichkommt, wo man eigentlich mehr Gas geben müßte. Ein erfahrener Pilot wüßte warum. Anmerkung vom 29.9.98: Im Vorwärtsflug muß man weniger Gas geben. Hier drückt es ihn nach unten weil der Wind von oben auf die Rotorscheibe bläst) aber oft zieht es ihn auch einige Meter hoch. Das ganze wird mir dann zu riskant und ich packe wieder zusammen.   
Ersatzteile: Keine
Montag 13.4.1998  Erkenntnisse
In den Regenpausen kann man heute kurz fliegen. Eine Windbö erwischt mich in ca. 1m Höhe und drückt den Heli unsanft auf den Boden. Jetzt ist das Landegestell wieder gebrochen. Das war das dritte das ich verschrottet habe. Jetzt reichts ! Das Ding ist einfach zu unstabil. Wenn der Heli hart aufsetzt, spreizt es die Kufen soweit auseinander daß sie brechen. Ich repariere es indem ich Teile eines alten Gestells aufklebe und anschraube. Dann montiere ich zwei Kohlefaserstäbe (Reste eine früheren Crashs) als Querstreben zwischen den Kufen. Jetzt macht das einen sehr stabilen Eindruck. Außerdem habe ich wieder eine starke Vibration. Vorgewarnt vom letzten Mal mache ich mich auf die Suche. Die Hauptrotorwelle hat 0,25 mm Schlag. Wahrscheinlich durch das harte Aufsetzen. Also ausbauen und Reparieren (das ist nicht jedermanns Sache, nur Piloten mit guten handwerklichen Fähigkeiten sollten das wagen, besser ist eine neue zu kaufen !). Nachdem alles wieder ok ist geht das üben weiter. Auch längeres Schweben bereitet keine Probleme mehr. Langsam gewöhne ich mich auch an den Wind. Heute morgen war der Motor so schwach, später wurde es dann besser. Keine Ahnung woran das lag.    Alle Schrotteile aufheben, irgendwann braucht man sie wieder..
Ersatzteile: Landegestell. Kosten: 18 € Gesamt: 210 €
Samstag 18.4.1998  Erkenntnisse
Der Heli ist im Moment sehr gut eingestellt und sehr ruhig beim Schweben. Nach den schönen Erfolgen vom letzten Wochenende werde ich schon mutiger, und muß die Erfahrung machen, die vor mir schon viele durchgemacht haben. Ich stelle den Heli vor mir auf, lasse ihn in 1m Höhe schweben und möchte dann mit ihm langsam vorwärtsfliegen und nachgehen (das habe ich in einem Buch so gelesen). Beim Gehen wird’s deutlich schwieriger, vielleicht wegen der Konzentration. So fliege ich drei Akkuladungen leer. Bei der vierten Akkuladung bilde ich mir ein, den Heli wieder zum Ausgangspunkt zurückfliegen zu müssen. Da muß ich zwischen zwei Bäumen durch die ca. 15m entfernt stehen, viel Platz. Leider habe ich die Rechnung ohne den Heli gemacht. Ausgerechnet als wir zwischen den Bäumen sind meint der nach links ausbrechen zu müssen. Ich tue mein möglichstes um ihn wieder herzusteuern. Dabei mache ich alles falsch. Er steigt hoch und kracht in den linken Baum und fällt dann wie ein nasser Sack herunter. Die Reparatur hat 2 Stunden gedauert, zum Glück sind genug Ersatzteile da. Nachdem mein Übermut jetzt wieder auf dem Boden der Tatsachen ist beschließe ich einfachere Sachen zu üben. Dann habe ich ca. 2 Stunden schweben mit 45 Grad und ein paarmal 90 Grad geübt. Das ist schon ganz schön schwer und erfordert volle Konzentration. Einmal habe ich einen Hund bellen gehört. Die darauf folgenden Zehntelsekunden Unaufmerksamkeit haben gereicht um den Heli gut 5 m nach rechts zu versetzen. Wahnsinn, muß man da aufpassen !    Selbstüberschätzung kostet Geld für Ersatzteile. Am besten einen Übungsplan aufstellen an den man sich eisern hält.
Ersatzteile: Rotorwelle, Taumelscheibe, Hauptzahnrad, div. Schrauben. Kosten: 64 € Gesamt: 274 €
Sonntag 19.4.1998  Erkenntnisse
Ziemliche Windböen heute. Ist durchaus interessant, aber erfordert hohe Konzentration. Das 45 Grad Schweben scheint langsam zu klappen. 90 Grad geht noch nicht. Einmal verhängt sich der Heli beim Landen im Gras und überschlägt sich. Die Taumelscheibe muß dran glauben, aber das ist inzwischen eine Standard - Reparatur und gleich wieder in Ordnung ( Reparatur der ECO - Taumelscheibe). Nachmittags übe ich 3 Stunden Schweben in verschiedenen Winkeln. Einmal kurz nach dem Landen schlagen plötzlich die Rotorblätter wild umher und kastrieren das Heckrohr. Wenn die Blätter zu locker sind, so können sie eine Unwucht aufschaukeln und dann völlig zusammenklappen und um sich schlagen.    Rotorblätter fester anziehen. So daß man sie gerade noch bewegen kann. Vor dem Start mit 0 Pitch den Motor hochdrehen um sie auszurichten.
Ersatzteile: Heckrohr. Kosten: 9 € Gesamt: 283 €

 Statistik des ersten Monats nach Helicopter-Kauf

Zeit für ersten Zusammenbau: 15 Stunden
Stunden geübt: ca. 40 Stunden
Anzahl der Crashs aus über 1m Höhe: 3
Crashs in Bodennähe: 5
Anzahl der technischen Defekte: 4
Anzahl Reparaturen: 12
Kosten für Ersatzteile: 283 €
Stand der technischen Ausbildung: Sehr gut, kenne den ECO-8 wie meine Westentasche
Kenntnisse zum Einstellen des Heli: Sehr gut, bei Windstille schwebt er fast alleine
Kenntnisse zum Einstellen des Senders: Mittel, es sind noch einige Fragen offen
Stand der fliegerischen Ausbildung: Schweben bis 45 Grad bei leichtem Wind
Motivation zum Weitermachen: Hoch, Heli - fliegen macht süchtig !