Kurt's Flugtagebuch

Zweites Jahr, dritter und vierter Monat

19-20. Juni 1999
Um schneller fliegen zu können habe ich 3 Akkupacks die wechselweise geladen werden. Wenn ich es ganz eilig habe, so schalte ich alle in Reihe und habe so einen 30 Zellen Pack den ich auf einmal lade. Mit 5A sind die 30 Zellen in 30min voll und ich kann 30 Minuten lang fliegen.

Wie es halt so ist wenn mans eilig hat macht man Fehler. Ich habe also die 3 Packs ans Ladegerät angeschlossen und mit 5A geladen. Dabei übersah ich, daß zwei Packs leer aber einer bereits voll war. Dadurch hat das Ladegerät 5A durch alle Akkus gepumpt und ich war dummerweise nicht anwesend im Vertrauen auf die Abschaltautomatik. Natürlich wurde der bereits volle Akkupack heiß, sehr heiß, ganz besonders heiß. Durch den Schmorgeruch wurde ich vom Fernseher aufgeschreckt. Der bereits übervolle Akkupack rauchte, der Schrumpfschlauch war geplatzt und die Plastikisolation der Zellen schmolz langsam vor sich hin. Ich riß sofort die Kabel raus und legte den brennheißen Akkupack aufs Fensterbrett. Dabei schloß ich das Entladegerät an, um möglichst schnell den Druck aus den Zellen herauszubekommen. Nach 2 Stunden war alles vorbei. Die Akkus abgekühlt und entladen. Der Pack sah grausam aus. Ich kratzte die Isolationen von den Zellen ab und erneuerte sie wieder mit Schrumpfschlauch. Nach der optischen Reparatur wurde es spannend. Ich schloß den Pack ans Ladegerät an und wollte die verbleibende Kapazität testen, wohl wissend, daß der Akku reif für den Mülleimer ist. Nach 30 Minuten zeigte das Ladegerät 2,3 Ah an, soviel wie bei einem neuen Akku. Sollte der Pack noch funktionieren ? Ich wiederholte die Prozedur 3x und immer wieder zeigte das Ladegerät 2,3 Ah. Dann wollte ich es wissen und setzte den Pack in den ECO-8 und flog..... 10 Minuten, wie immer. Das gibts doch nicht. Die RC2000 Zellen haben diese rohe Behandlung ohne irgendwelche Kapazitätseinbußen überstanden ! Inzwischen habe ich 4 Flüge hinter mir und dem Akkupack gehts prächtig.

Ersatzteile: keine
26-27. Juni 1999
Mal sehen, was es für Schwebefiguren gibt. Eine Kombination aus dem Pirouettenkreis mit 8 Pirouetten ergibt eine durchaus interessante Figur. Es klappt zwar nicht auf Anhieb, aber wenn man den Nasenkreis kann, so sollte es nach einigen Versuchen zu schaffen sein. Ich habe 2 Akkuladungen verbraucht bis der Kreis einigermaßen rund war.
Ersatzteile: keine
3-4. Juli 1999
Diesmal stand ein Flugtag mit einigen bayrischen Eco-Fans auf dem Programm.
Elektro-Hubi  = Lahme Ente ?
Elektro-Hubi = Flugzeit schinden um jede Sekunde ?

Das muß nicht sein ! Die drei haben deutlich bewiesen, daß Elektroflug durchaus auch etwas für leistungsbewußte Powerflieger ist. Man braucht keinen Verbrenner wenn man mal 'die Sau' rauslassen will. Mit einer Drehzahl von 1700 U/min und einem Kontroniks-Antriebsset schaffen sie beachtliche 7 Minuten Flugzeit. Die Leistung reicht für die unmöglichsten Flugmanöver inklusive Loopings.

Derart motiviert habe ich am Sonntag die Gaskurve umprogrammiert, mich aber erstmal mit 1500 U/min zufrieden gegeben. Es macht wirklich Spaß wenn der Eco genau das macht was man will. Die Trägheit langsamer Drehzahlen ist vergessen. Man ändert unwillkürlich seinen Flugstil und fliegt erheblich aggressiver. Beim letzten Akku schaltete ich wieder auf die langsamen 1100 U/min zurück. Vorsicht ! Der Eco reagiert plötzlich viel langsamer und Abfangmanöver brauchen mehr Platz ! Beim ersten Abfangmanöver hatte ich noch die hohe Drehzahl in den Fingern, der Eco reagierte aber sehr gemächlich, was sich durch eine kräftige Bumslandung bemerkbar machte.

Ersatzteile: keine
10-11. Juli 1999
Das Wetter meinte es mit uns Süddeutschen diesmal gar nicht gut. Trotzdem reichte es für fast 10 Flüge, die ich mit Messungen des neuen GM3000 Akkupacks verbrachte. Dabei stellte ich auch fest, daß ich langsam eine Vorliebe für hohe Drehzahlen entwickle. Es macht einfach Spaß wenn der Hubi das tut was man will. Dafür braucht man aber keinen Verbrenner ! Ein gut eingestellter E-Hubi kann das durchaus auch.
Ersatzteile: keine