Kurt's Flugtagebuch
der siebte Monat

26-28.September 1998
Dieses Wochenende habe ich unzählige Akkus leergeflogen. Ich fliege immer eine Kombination aus langsamen Vorwärtsflug, Schwebefiguren und Herumbolzen. Die Sicherheit in verschiedenen Fluglagen steigt deutlich an, ist aber immer noch nicht ausreichend. Immer wieder gibt es Bruchteile von Sekunden Ratlosigkeit bis ich die Situation wieder im Griff habe. Ich muß also noch weiterüben bis mich keine Flugposition mehr überraschen kann. Das schwierigste im Moment ist wenn der Wind von rückwärts den Hubi anbläst und ich gerade sehr langsam fliege. Vor allem wenn der Hubi dabei auf mich zukommt gibt das enorme Wackler bis zu mehreren Metern. Trotzdem merke ich wie es immer besser geht. Sogar einige saubere Linkskurven waren schon dabei. Rechtskurven sind kein Problem, denn die fliegt der Eco freiwillig sehr sauber. Ich habe auch superschnelle Pirouetten probiert. In Sicherheitshöhe einfach voll den Heckrotor ausgesteuert. Wahnsinn ! Der Hubi beginnt zu rotieren wie ein Irrer. Es waren bestimmt 4 Umdrehungen pro Sekunde. Dabei blieb er relativ stabil und war danach gut abzufangen. Ich hoffe er fällt bei dieser Behandlung nicht auseinander !
Ersatzteile: keine
Durchgeführte Flugübungen : Vollkreis, Achten, Rundflug vor allem mit Kurven.
29.9 - 2.Oktober 1998
Das Üben des Vollkreises und der Achten hat bisher sehr viel gebracht. Die Sicherheit und auch der Spaß am Hubi-Fliegen steigen beträchtlich. Einige Manöver sehen schon recht waghalsig aus ohne daß ich dabei nervös werden würde. Vor allem das schnelle Fliegen in 10cm über dem Boden macht enorm Spaß. Dabei geht es relativ problemlos, sodaß ich noch nie im Gras eingefädelt bin (zum Glück, denn das wäre fatal). Es ist erstaunlich. wieviele unterschiedliche Flugpositionen es gibt. Kaum glaubt man alle gelernt zu haben, schon stößt man schon wieder auf eine neue ungewohnte Position. Ich werde jetzt die Flugübungen weiter verfeinern um möglichst viele Positionen abzufliegen. Der Hubi läuft mit dem Performancemotor 9 Minuten im Rundflug. Dann leere ich den Rest des Akkus noch mit Schwebeflugübungen. Insgesamt schaffe ich ca. 10 bis 11 Minuten Flugzeit. Der Motor wird kaum warm und ich kann problemlos 2 Akkus hintereinander leerfliegen.
Ersatzteile: Hauptzahnrad (hatte Zahnausfall)
Durchgeführte Flugübungen : Vollkreis, Achten, Landeanflug
3 -4.Oktober 1998
Die langsamen Rundflugübungen haben einen merkbaren Zuwachs an Sicherheit gebracht. Jetzt sollte es drauf ankommen. Samstags gings auf ein größeres Flugfeld wo ich weiträumig und in beliebiger Höhe fliegen kann. Und es war ein voller Erfolg. Noch vor zwei Wochen hätte es Schrauben gehagelt. Jetzt aber hat alles wunderbar geklappt als wäre es die einfachste Sache der Welt. Und wieder einmal hat sichs gezeigt: Konsequentes Üben wird durch angenehmes entspanntes Fliegen belohnt. Inzwischen kann ich mich mit dem Hubi schon unter die Leute wagen ohne einen schlechten Eindruck zu hinterlassen. Mit jeder Figur oder Flugposition die man beherrscht, macht es wieder ein Stück mehr Spaß. Konsequentes Üben lohnt sich !
Ersatzteile: keine
Durchgeführte Flugübungen : Rundflug, Vollkreis, Achten, Landeanflug, Präzisionsschwebeübungen
17 -18.Oktober 1998
Letztes Wochenende war das Wetter so schlecht, daß ich nur sehr wenig fliegen konnte (daher auch kein Eintrag im Tagebuch). Dafür ging es heute umso besser.
Die vielen Übungen machen sich bemerkbar. Ich werde immer sicherer. Auch ungewohnte Kurven werden langsam sauber und rund. Ich merke wie ich immer schneller fliege. Es macht einfach viel Spaß herumzuholzen und die Blätter knattern zu lassen. Auch das sehr schnelle Fliegen knapp über dem Boden sieht toll aus. Dabei habe ich aber nie das Gefühl, daß es gefährlich werden könnte. Durch die vielen Rundflüge vernachlässige ich das Schweben etwas. Auch das macht sich bemerkbar. Ich habe mir also angewöhnt, nach ca. 8 Minuten noch für 2 Minuten Schwebefiguren zu fliegen, bis der Akku leer ist.
Am Sonntag hat mich der wilde Affe gepackt und ich habe einige Fast-Autorotationen probiert. Gasvorwahl ist abgeschaltet. In großer Höhe nehme ich den Knüppel voll zurück und der Motor ist aus. Ca. 0,5m über dem Boden gebe ich dann wieder Pitch. Man kann richtiggehend hören wie sich die Blätter biegen wenn der Hubi abgefangen wird. Es ist schon ein komisches Gefühl, wenn man sieht wie der Heckrotor still steht.
Bei einem etwas unsauberen Autorotationsmanöver fiel der Wind in ca. 5m Höhe voll in den Hubi und warf ihn in die Seitenlage. Ich beendete die Autorotation durch kräftiges Gasgeben. Durch den Ruck drehte sich der Hubi weiter und war jetzt fast in Rückenlage. Hilfe !!! Keine Ahnung warum, aber aus irgendeinem Grund behielt ich die Übersicht und verfiel nicht in Panik. Durch volle Steuerkommandos an Nick und Roll konnte ich den Hubi wieder umdrehen und unter Kontrolle bringen. Dabei flog er die wildesten Bögen, knapp an der Katastrophe vorbei. Erst nach der Landung setzte der erhöhte Pulsschlag ein. Nach einer kurzen Pause flog ich mit einfacheren Figuren weiter und beendete diesen Flugtag ohne Crash.
Ersatzteile: keine
Durchgeführte Flugübungen : Rundflug, Landeanflug, Autorotationsübungen
 

Statistik des siebten Monats nach Helicopter-Kauf

Stunden geübt: 15 Stunden
Anzahl der Crashs aus über 1m Höhe: 0 (Hurra, endlich ein gelungener Monat !)
Crashs in Bodennähe: 0
Anzahl der technischen Defekte: 1
Anzahl Reparaturen nach Crash: 0
Wartungsarbeiten: Hauptzahnrad, Kugelgelenke erneuert
Kenntnisse zum Einstellen des Heli: sehr gut
Kenntnisse zum Einstellen des Senders: ich lerne noch, das Ding hat vielleicht viele Einstellmöglichkeiten
Stand der fliegerischen Ausbildung: Rundflug, Vollkreise, langsame Schwebefiguren
Motivation zum Weitermachen: gibts noch was anderes als Hubis ???