Kurt's Flugtagebuch

Viertes Jahr, erster Monat

April 2001
Schon wieder ist ein Jahr vergangen. Drei harte Flugjahre sind geschafft und ich habe sehr viel gelernt. Rückenflug ist nun kein Problem mehr und kann auch ohne jede Crashgefahr geflogen werden. Dieses Jahr sollte im Zeichen des Rückwärtsfluges stehen. Naja, mal sehen...

Nach endlos langen verregneten Wochenenden war es endlich wieder mal schön.  Natürlich wurden sofort alle Helis ausgepackt. Vor allem der gute alte X-Treme wurde nach langer Zeit wieder einmal geflogen. Dabei zeigte sich wie unproblematisch der OS61 Motor ist. Nach monatelanger Standzeit, nur ein kurzer Druck auf den Anlasser und schon tuckerte er vor sich hin und lief perfekt.

Auch der Vario Sky-Dragon wurde ausgiebig herumgescheucht. Der Webra 50 läuft wie ein Uhrwerk. Sommer wie Winter ganz problemlos. Dabei flog ich teilweise echt verrückte Figuren, die ich kaum im Griff hatte. Durch die inzwischen antrainierte Sicherheit gelang es mir aber immer mühelos den Hubi aus den komischsten Fluglagen abzufangen. Einmal stürzte er mir aus einem Aufschwung rücklings hinunter. Ich drückte und der Hubi flog einen schulmäßigen Rückwärtslooping. Das war alles andere als Absicht; ein reiner Zufallslooping. Absichtlich gelingt mir so etwas im Moment noch nicht.

Natürlich habe ich auch den neuen Millennium geflogen und mehrere Liter Sprit verheizt. Leider bin ich mit dem Webra 75 P5 ABC nicht ganz so glücklich. Nach ca. 6 Litern Sprit war ich wohl zu ungeduldig und bin ihn schon mal härter geflogen. Das hat er mir aber mit Überhitzung gedankt. Kolben im Eimer und Laufgarnitur angekratzt. Zum Glück hat es ein Flugkollege noch gemerkt, als er noch am Boden war. Eine unfreiwillige Autorotation wäre sonst die Folge gewesen. Unglaublich, wie viel Liter Sprit man ins Einlaufen dieser großen Webras stecken muss. Das erfordert viel Geduld, da er bei fetter Einstellung, den Mille noch nicht ausreichend durchzieht. Da sind nur gemütliche Rundflüge drin. Und nach mehreren Stunden Rundflug juckt schon der Daumen um mal etwas härter zuzulangen. Man lernt halt nie aus, und so werde ich der reparierten Webra solange einfliegen bis das Öl rausquillt oder ich beim Fliegen einschlafe.

Ersatzteile: keine (evt. Webra 75 P5 ?)