Die Wartung des ECO AG00032_.gif (5940 Byte)

Die Lebensdauer einiger Bauteile des ECO läßt sich drastisch steigern, wenn man sie regelmäßig pflegt. Das beste und wichtigste Beispiel hierzu ist der Motor.


Wartung des Performance Motors:

Der beste Motor für den ECO ist und bleibt der Performance Motor. Trotz aller Schwächen bezüglich seiner Lebensdauer ist die damit erreichbare Flugzeit bisher ungeschlagen. Die Lebensdauer kann man aber durch etwas Pflege verlängern. Der Motor hat im wesentlichen zwei Erzfeinde: 1. Vibrationen und 2. Kohlestaub. Gegen die Vibrationen hilft nur sorgfältiges Auswuchten aller Komponenten des Hubis. Den Kohlestaub (Abrieb von den Bürsten) kann man aber selbst beseitigen. Dieser Staub ist wesentlich verantwortlich für schlechte Leistung und Überhitzung.

Ein kleines Beispiel: Während der Schwebeübungen wurde der Motor langsam immer schwächer. Dadurch mußte ich mehr Gas geben. Dadurch wiederum wurde der Motor heißer. Ein Teufelskreis. Das ging solange bis der Regler abschaltete und ich nicht mehr starten konnte. Daraufhin öffnete ich den Motor um den Kollektor und die Bürsten anzusehen:

motoff.jpg (28430 Byte) So sieht der geöffnete Motor aus. Der Deckel mit den Bürsten ist abgenommen. Über dem Anker befindet sich ein Metallring mit zwei Gewinden. Dieser Ring war dick mit Kohlestaub bedeckt.
motabd.jpg (24139 Byte) Dieses Bild zeigt den Deckel. Dieser ist normalerweise schwarz. Die golden glänzende Farbe ist Kohlestaub. Dieser leitet natürlich Strom und sorgt daher für Kurzschlüsse und schlechten Wirkungsgrad.
motinn.jpg (10900 Byte) Dieses Bild zeigt alle Einzelteile des zerlegten Deckels. Die beiden violetten Bleche sowie den Plastikdeckel reinige ich mit der Zahnbürste und Haushaltsreiniger oder Alkohol. Vor dem Einbau bitte gut spülen und vor allem trocknen !
Das Kugellager muß vorher aus dem Plastikdeckel entfernt werden. Es darf nur trocken gereinigt werden.
mottim.jpg (12585 Byte) Beim Zusammenbau muß UNBEDINGT das richtige Timing beachtet werden. Sonst dreht der Motor zwar, bringt aber nicht die volle Leistung. Das Bild zeigt, wie der Motor im Originalzustand zusammengebaut ist. Die Befestigungsschraube liegt genau über dem linken, längeren Markierungsstrich.

Inzwischen sollen auch Performance Motoren mit anderen Aufklebern im Umlauf sein. Zu diesen habe ich bisher keine Informationen. Daher vor dem Zerlegen unbedingt die genaue Justierung aufzeichnen !

Nach dem Zusammenbau sollte der Kollektor und die Bürsten mit einem Kontaktspray behandelt werden. Ikarus bietet dazu unter Bestell.Nr. 620149 einen hervorragenden Spray an mit dem ich sehr gute Erfahrungen gemacht habe.

Wenn alles genau geprüft und angeschlossen ist folgt der Problelauf bei dem nochmals etwas Spray auf den Kollektor kommt.

Der Motor lief nach dieser Prozedur wieder wie neu und hat die volle Leistung. Ich mache das ca. alle 20 Akkuladungen (ca. 3 Flugstunden).

Ich habe noch einen interessanten Tip per E-Mail bekommen: Wenn der Motor wenig Leistung bringt, sollte man ihn mit 4-5 Volt ohne Last im Leerlauf etwa 10 Minuten laufen lassen. Das soll die Verunreinigungen entfernen und der Motor sollte die ursprüngliche Leistung wieder haben.


Wartung des Heckrotors:

Der Heckrotor hat ein Verschleißteil: die Steuerbuchse. Vor allem wenn man das Linksgewinde zu stark angezogen hat, kann die Messinghülse abschleifen und immer dünner werden. Man sollte also ab und zu auf die Messinghülse schauen und prüfen ob Abrieb zu sehen ist. In diesem Fall die Buchse evt. erneuern und vor allem weniger fest montieren.

Ich öle die Heckrotorwelle nie mehr ! Anfangs hatte ich damit sehr schlechte Erfahrungen gemacht, da sich im Öl einiger Staub angesammelt hatte und der Heckrotor dadurch schwergängig wurde.


Wartung der Kugelköpfe:

Die Kugelpfannen unterliegen einer enormen Belastung müssen sie sich doch mehr als 1000 mal pro Minute bewegen. Nach einiger Zeit müssen die Kugelpfannen daher ausgewechselt werden. Wie erkennt man nun ob eine Kugelpfanne erneuert werden muß ?

Meine Methode ist einfach: Eine Kugelpfanne muß schwer auf die Kugel aufzustecken sein. Mit den Fingern nur mit größter Mühe, darum verwendet man auch eine Kugelkopfzange. Sobald ich eine Pfanne mit den Fingern leicht abnehmen und aufstecken kann, erneuere ich sie. Ich habe deshalb alle Plastikteile die mit Kugelköpfen zu tun haben in mehrfacher Ausführung in Reserve.